Leitungswasser: Gothaer testet neues Sensorsystem

Anne Mareile Walter Produkte & Personalien Berater Versicherungen

Mit Hilfe einer speziellen Sensortechnik will die Gothaer künftig Wasserschäden in der Wohnung vorbeugen, die Bayerische vertreibt per Online-Portal Netto-Riestertarife und die LV 1871 hat mit einem neuen Tool die Steigerung der Renditen von Fondspolicen ins Visier genommen.

Wasserschaden Bild: procontra

Mehrere Versicherer bringen aktuell digitale Tools auf den Markt. Dabei reicht die Palette von digitalen Lernplattformen für Vermittler bis hin zum Fondspolicen-Check zur Optimierung der Kundenberatung. Bild: procontra

Wasserschäden in der Wohnung werden schnell zum Debakel: Die Reparaturkosten können sich auf mehrere tausend Euro summieren, dabei machen langwierige Sanierungen die Räume unbewohnbar. Bei rund 60 Prozent der Gesamtschäden in der privaten Wohngebäudeversicherung ist Leitungswasser die Ursache. Um dieses Schadenvolumen zu minimieren, hat die Gothaer nun in Kooperation mit dem Sanitärunternehmen Grohe ein Wassersicherheitssystem entwickelt. Dieses überwacht mit Hilfe eines Sensors Durchfluss, Druck und Wassertemperatur in den Leitungen. Kleine Lecks, aber auch Rohrbrüche sollen auf diese Weise sofort entdeckt werden – anschließend schaltet sich die Wasserzufuhr automatisch ab. „Wir gehen davon aus, dass das Schadenvolumen mit diesem System um mindestens 30 Prozent reduziert werden kann“, erklärt Kai Atenhan, Produkt- und Innovationsmanager bei der Gothaer.

Die Technik kann per App gesteuert werden, zudem lässt sich damit auch ein Verbrauchsprofil des Haushalts erstellen. Aktuell wird der Wassersensor in einer Pilotphase in 100 Haushalten getestet. Darauf basierend will die Gothaer das System optimieren und es anschließend ihren Kunden zur Verfügung stellen.

Die Bayerische setzt auf Netto-Riester

Trotz abgesenktem Höchstrechnungszins und dem damit verbundenen Schwund der 100-prozentigen Beitragsgarantie setzt die Bayerische auf die Riester-Vorsorge. Um in diesem Bereich weiterhin ein leistungsfähiges Angebot vertreiben zu können, bietet die Versicherungsgruppe ab sofort ausschließlich Nettopolicen an und ist dafür eine Kooperation mit der Plattform Nettowelt eingegangen. Das kostenlose Online-Portal richtet sich an Vermittler, die Riester-Produkte in Form von Nettotarifen vertreiben.

Das Konzept: Nettowelt übernimmt die Abwicklung der Vermittlungs- und Betreuungsentgelte, stellt Berechnungs- und Beratungssoftware sowie Schulungsangebote zur Verfügung. So sollen Vermittler in die Lage versetzt werden, „schnell und zuverlässig“ Nettoprodukte zu vermitteln. Die staatliche Förderung fließe dann direkt in die Altersvorsorge der Versicherten. „Wir bei der Bayerischen sind nach wie vor vom Potenzial und auch vom bisherigen Erfolg von Riester überzeugt“, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen. Aus der Riester-Rente auszusteigen sei das falsche Signal an die Versicherten. Immerhin seien bundesweit 16 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen.

Online-Tool für Fondspolicen

Ein neues Online-Tool der LV 1871 soll Vermittler dabei unterstützen, die Performance von Fondspolicen ihrer Kunden im Blick zu behalten und die Fonds jederzeit kostenlos zu wechseln. Denn: Mit kostenlosen Fondswechseln lasse sich die Rendite von Fondspolicen um durchschnittlich 2,1 Prozentpunkte steigern. Die Möglichkeit dazu werde bislang allerdings nur bei der Hälfte aller Fondspolicen genutzt. „Unser neues Service-Tool bringt Transparenz in die Fondsentwicklung, wie wir es sonst nur vom Bankdepot kennen“, sagt LV 1871-Vorstand Hermann Schrögenauer. Durch tagesaktuelle und transparente Einblicke in die Performance der Verträge könne das Portfolio flexibel an Kundenbedürfnisse und Marktgegebenheiten angepasst werden. Das Tool beinhalte außerdem detaillierte Analysen und Berichte zu einzelnen Investmentstrategien, die Wertentwicklung soll darin „übersichtlich und optisch ansprechend“ in Form von Grafiken und Zahlen dargestellt werden.

Basler startet Wissensplattform

„Spielerisch und digital“ die vertrieblichen Kompetenzen erweitern – das hat sich die Basler mit dem neuen Tool „Simply Sales“ auf die Fahnen geschrieben. Die digitale Lernplattform wurde gemeinsam mit dem Verkaufstrainer Hans D. Schittly und dem Unternehmensberater Karl Berger entwickelt, als Basis für das neue Format diente die E-Learning-Plattform Quizmax. „Bei Simply Sales geht es nicht um reines Produktwissen“, sagt Basler-Vorstand Sascha Bassir. „Vielmehr liegt bei der spielerischen Wissensvermittlung der Fokus auf der Argumentation für Kunden. Es geht um den Ausbau der praxisorientierten Verkaufskompetenz.“

Ergo erweitert den Vorstand

Die Ergo Group erweitert mit ihrer neuen Arbeitsdirektorin Dr. Lena Lindemann den Vorstandsbereich. Die 41-Jährige wird zum 1. Juli die neue Position übernehmen und ist dann für die Bereiche Personal Deutschland, Personal International und Allgemeine Dienste zuständig. Die promovierte Juristin gehört dem Konzern seit 2017 an, zuvor war sie als Rechtsanwältin bei Clifford Chance LLP beschäftigt. „Lena Lindemann wird die angestoßene Transformation des Personalbereichs konsequent fortsetzen, die Entwicklung der Arbeitgebermarke weiter vorantreiben und das Unternehmen auf die weitere Digitalisierung der Arbeitswelt vorbereiten“, begründet Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Rieß die Besetzung der Position.

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