Baloise greift bei Audi-Gründung zu

Martin Thaler Produkte & Personalien Berater Versicherungen

Die Schweizer investieren weiter in ihr Mobilitäts-Ökosystem und beteiligen sich an einem Münchener Unternehmen. Produkt-Updates gibt es bei der Ammerländer sowie der Pangaea Life.

Produkte & Personalien Bild: procontra

Neue Produkt-Updates und Beteiligungen vermeldete die Versicherungsbranche auch in den vergangenen Tagen. Bild: procontra

HDI kooperiert bei der Absicherung von Kleinflotten (bis zu zehn Fahrzeuge) künftig mit der Beratungsplattform von Thinksurance. Schon zwei Kraftfahrzeuge können bei HDI als Flotte versichert werden, egal ob für Pkw, Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen und Anhänger/Auflieger – jeweils im Werk- oder Güterverkehr – sowie landwirtschaftliche Zugmaschinen.  

Laut HDI bringt die Flottenversicherung einige Vorteile für den Versicherungsnehmer mit sich: zum Beispiel eine bessere Einstufung bei neuen Fahrzeugen ohne eigenen Schadenfreiheitsrabatt oder die Absicherung von Schäden durch Falschbetankung, eine Schlingerdeckung für Pkw und das Verlieren oder Entwenden von Fahrzeugschlüsseln. Außerdem ist laut HDI eine Fahrzeuginhaltsversicherung Bestandteil der Kleinflottendeckung. Eine Kooperation zwischen der HDI und Thinksurance besteht auch bei der Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung sowie Multiline-Lösungen.    

Swiss Life baut Filialnetz aus

Die Swiss Life baut ihr Filialnetzwerk deutlich aus. Für 2021 vermeldete der Versicherer mit den angeschlossenen Finanzberatungsgesellschaften Swiss Life Select, tecis, HORBACH und ProVentus ein Filialwachstum von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 104 neue Standorte wurden binnen eines Jahres eröffnet – damit verfügt Swiss Life nun über 718 Filialen.  

Auch in diesem Jahr soll dieser Trend fortgesetzt werden. „In diesem Jahr streben wir erneut die Eröffnung von rund 100 neuen Filialen im Bundesgebiet an“, erklärt Matthias Wald, Leiter Vertriebe bei Swiss Life Deutschland.  

130.000 Neukunden habe man im vergangenen Jahr gewinnen können, vermeldet das Unternehmen. Damit betreue man insgesamt mittlerweile 1,6 Millionen Kundinnen und Kunden deutschlandweit.    

Ammerländer überarbeitet Produktpalette

Die Ammerländer Versicherung hat zum 1. Februar dieses Jahres zahlreiche ihrer Produkte überarbeitet. So beinhaltet der Premium-Hausrattarif „Excellent“ künftig weitere Cyberschutz-Elemente: Bei Onlinebetrug erstattet die AV bis zu 3.500 Euro pro Schaden. Das betrifft bei Onlinehändlern bestellte und bezahlte Produkte, die nicht ankommen. 

Auch Vermögensschäden, die durch Skimming (Betrug mit illegal ausgespähten Kreditkarten- oder Bankkartendaten) sowie Pharming (Betrug mit illegal ausgespähten Kreditkarten- oder Bankkartendaten) entstehen sind im „Excellent“-Tarif künftig abgedeckt.

Auch der Trend zur E-Mobilität wird von der Ammerländer Versicherung künftig aufgegriffen. So umfasst der „Excellent“-Tarif künftig auch den Schutz von Wandladestationen, sogenannter Wallboxen, in oder an Garagen, unter Carports oder in Tiefgaragen, sofern sich diese auf dem Versicherungsgrundstück befinden. Geleistet wird bei Schäden durch Blitzeinschlag, Hochwasser und Diebstahl bis zur einer Höhe von 3.500 Euro. 

Neben der Hausratversicherung hat die Ammerländer auch ihre Fahrradversicherungen überarbeitet. Neben dem „Classic“-Tarif (Absicherung bis zu 10.000 Euro) und dem „Exclusiv“-Tarif (Absicherung bis 10.000 Euro mit Schutzbrief) wird künftig auch der „Excellent“-Tarif angeboten, der Fahrräder und E-Bikes mit einem Preis von bis zu 15.000 Euro absichert. Geboten wird neben den üblichen Fahrrad-Vollkasko-Leistungen auch eine Konditionsdifferenzdeckung, eine Besitzstandsgarantie, eine Bestleistungsgarantie sowie eine Innovationsklausel. Zubehör ist künftig bis 1.500 Euro mitversichert (pro Gegenstand gibt es bis zu 500 Euro).

Auch die Wohnmobilversicherung erhielt ein Update: Ab sofort ermöglicht die „WoMobil-Versicherung“ der AV nun auch Dauercampern, das zugelassene Standfahrzeug und dessen beweglichen Inhalt abzusichern. Darüber hinaus ist der Reise-Hausrat wie bisher auf der selbstgenutzten Parzelle, im Vorzelt, in verschlossenen Dach- oder Heckboxen sowie mit dem Tarifwechsel auch im Winterlager abgesichert. Dies gilt für gemietete wie auch für eigene Fahrzeuge. Die Versicherungssumme beträgt 20.000 Euro.  

Pangaea Life mit neuer bAV-Lösung

Pangaea Life, nachhaltige Marke der Bayerischen, bietet mit der „bAV Invest“ nun ein neues bAV-Produkt. Die Beiträge fließen dabei in zwei verschiedene Töpfe: Für die Garantie legt Pangaea Life einen Teil des Geldes konservativ im Sicherungsvermögen der Bayerischen an. Der Investment-Teil des Geldes fließt in die beiden Sachwerte-Fonds der Pangaea Life.

Die beiden Fonds investieren zum einen in erneuerbare Energien und Energiespeicher (Blue Energy Fonds) sowie ökologische wie sozialpositive Wohnimmobilien (Blue Living Fonds). Seit Auflage erwirtschafte Blue Energy eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,0 Prozent (Stand: 31.12.2021). Der Fonds Blue Living startete im Oktober 2021.  

Die neue bAV der Pangaea Life ist außerdem auf der XEMPUS-Beratungsplattform vertreten. Somit können Vermittler das Produkt mit allen weiteren Tarifen und Tarifstufen der betrieblichen Altersversorgung im Rechentool berechnen.    

Baloise erweitert Mobilitäts-Ökosystem

Der Schweizer Versicherer Baloise beteiligt sich am Münchener Mobilitätsdienstleister Mobiko, einer Ausgründung der Audi Business Innovation GmbH. Mobiko – kurz für Mobilitätskontingent – ermöglicht Unternehmen, die Mobilität ihrer Mitarbeitenden mittels eines monatlich flexibel einsetzbaren Mobilitätsbudgets zu managen. Arbeitgebende erhalten ein digitales Tool, um die Mitarbeitermobilität zu verwalten, automatisch steuerkonform abzurechnen sowie nachhaltiges Mobilitätsverhalten zu incentivieren. Dadurch können Unternehmen ihre CO2-Emission aktiv beeinflussen und betriebliche Mobilitätskosten einsparen.   

Mitarbeitende dagegen können mit MOBIKO von allen verfügbaren Verkehrsmitteln und Mobilitätsservices weltweit Gebrauch machen – und dies sowohl für den Arbeitsweg als auch die Freizeit. Die Nutzung von Abomodellen für Autos ist ebenso möglich wie das Leasing eines Fahrrades. Die Abrechnung der Kosten erfolgt per App. 

„Wir glauben, dass eine der Hauptstärken eines Ökosystems in den Verbindungen zwischen den einzelnen Mitgliedern liegt. Das Geschäftsmodell von MOBIKO bietet sowohl für uns als Versicherung als auch für unsere Portfoliounternehmen interessante Anknüpfungspunkte – ob als Vertriebskanal oder Partnerunternehmen“, begründet Patrick Wirth, Head of Mobility Unit bei der Baloise, den Einstieg.

Anknüpfungspunkte bietet beispielsweise die Gebrauchtwagenplattform „aboDeinAuto“, die von der Baloise im Jahr 2020 gestartet worden ist. Vermittelt werden hier gebrauchte Autos, für die die Nutzer einen festen monatlichen Beitrag zahlen – Steuern, Versicherung sowie Wartungskosten bereits inklusive.

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