Transparenzregister: Übergangsfrist läuft ab

Hannah Petersohn Berater Versicherungen

Juristische Personen des Privatrechts sowie Personengesellschaften müssen sich im Transparenzregister eintragen, andernfalls drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Die Fristen variieren je nach Rechtsform der Firmen – AGs und KGaAs müssen sich jedoch beeilen.

Transparenzregister: Übergangsfrist läuft ab Bild: Adobe Stock/Zerbor

Die Fristen für die Eintragung ins Transparenzregister varrieren, aber für bestimmte Unternehmen wird es langsam knapp. Bild: Adobe Stock/Zerbor

Juristische Personen des Privatrechts sowie Personengesellschaften müssen ihre wirtschaftlich Berechtigten ermitteln und im Transparenzregister eintragen. „Diese Verpflichtung besteht seit dem 1. August 2021 für alle Unternehmen. Neugründungen sind also unmittelbar betroffen und müssen sich eintragen lassen“, so BVK-Präsident Michael H. Heinz.

Das Transparenzregister, das 2017 in Deutschland eingeführt wurde, soll Geldwäsche verhindern und der Finanzierung von Terrorismus einen Riegel vorschieben. Im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung das Geldwäschegesetz angepasst: In Zukunft müssen darum alle transparenzpflichtigen Unternehmen alle erforderlichen Informationen ans Transparenzregister übermitteln, die derzeit umfangreichen Ausnahmen werden aufgehoben. Weil auch Maklerbetriebe unter die neuen Regeln fallen, und ihnen dadurch regulatorischer Mehraufwand entsteht, wurde die neue Regelung bereits vom Vermittlerverband BVK kritisiert. Er bezeichnete damals die Gesetzesverschärfung als „weitere Verwaltungsbelastung für jedes Vermittlerunternehmen“.

Unterschiedliche Fristen

Unternehmen, die bisher im Rahmen der Mitteilungsfiktion die notwendigen Angaben in anderen öffentlichen Registern eingetragen haben, wird eine Übergangsfrist gewährt. Diese Frist richtet sich nach der jeweiligen Rechtform:

Denmach könen AGs oder KGaAs noch bis zum 31. März dieses Jahres ihrer Eintragungspflicht nachkommen. Unternehmen, die diese Frist nicht einhalten, müssen mit einem empflindlich hohen Bußgeld in Höhe von bis zu 100.000 Euro rechnen. GmbHs haben noch bis zum 30. Juni 2022 Zeit, während Personengesellschaften sogar bis Ende dieses Jahres die Eintragungen vornehmen können.

Bei einfachen Unternehmensstrukturen dauert die Eintragung zwischen 20 Minuten und einer Stunde, je nach Übersichtlichkeit der wirtschaftlichen Verzweigung und Berechtigung, teilt der BVK mit und empfiehlt den Unternehmen, sich frühzeitig um die Eintragung zu kümmern, denn oft treten noch Unklarheiten oder Fragen auf, die den Prozess verlangsamen können. Die Gefahr einer Fristüberschreitung sei entsprechend groß.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, abonnieren Sie unseren täglichen kostenlosen Newsletter für weitere relevante Meldungen aus der Versicherungs- und Finanzbranche!