Ex-Präsident Trump soll Versicherer belogen haben

Martin Thaler Versicherungen Panorama

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat Klage gegen das Unternehmen von Ex-US-Präsident Donald Trump erhoben. Ihm wird vorgeworfen, den Versicherer Zurich mit falschen Angaben hinters Licht geführt zu haben.

Trump Bild: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/ Ross D. Franklin

Sein Unternehmen soll bei der Erlangung von Bürgschaftsanleihen bewusst die Unwahrheit gesagt haben: Ex-Präsident Donald Trump Bild: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/ Ross D. Franklin

Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft der Unternehmensgruppe des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der Trump Organisation, vor, die Zurich Versicherung belogen zu haben. Konkret geht es um den Vorwurf, Trump habe den Wert seiner Immobilien gegenüber der Zurich zu hoch angegeben, um günstigere Konditionen beim Erwerb von Bürgschaftsanleihen bei der Zurich zu bekommen. Das berichtet unter anderem das Fachmedium „Business Insurance“.

„Beweise deuten darauf hin, dass die Trump Organisation die Zustimmung der Zurich, das Programm zu verlängern, bei mindestens zwei Gelegenheiten mittels beabsichtigter Falschdarstellungen von Herrn Trumps persönlichen Finanzberichten erwirkt hat“, heißt es in einem Antrag, den die New Yorker Generalstaatsanwältin vor Gericht eingebracht hat.

Allen Weisselberg, der Finanzchef der Trump Organisation, hatte gegenüber der Zurich angegeben, dass die Schätzungen zum Wert der Immobilien von einer externen Firma durchgeführt worden waren. Das entsprach aber nicht der Wahrheit – stattdessen hatten Mitarbeiter der Trump Organisation selbst die Wertschätzungen vorgenommen. Hätte die Zurich das gewusst, hätte sie den Einschätzungen wesentlich geringeres Gewicht beigemessen und entsprechend ihre finanziellen Bedingungen beim Bürgschaftsanleihenprogramm angepasst, ist die New Yorker Staatsanwaltschaft überzeugt.

Mehr noch: Hätte die Zurich gewusst, dass der Wert der Immobilien falsch angegeben worden war, hätte sie eventuell die Geschäftsbeziehung mit Trump beendet, heißt es weiter im Antrag.

Der Antrag ist Teil des Versuchs, sowohl Trump als auch seine Kinder Donald Trump Junior und Ivanka Trump zur Aussage in einem größeren Verfahren, in dem es um die Finanzgeschäfte der Trump Organisation geht, zu bewegen, berichtet „Business Insurance“. Eine Stellungnahme von Trumps Anwälten liegt zu den aktuellen Vorwürfen bislang nicht vor.

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