Debeka senkt Überschussbeteiligung deutlich

Hannah Petersohn Versicherungen LV-Check Berater

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase bleibt das Niveau der Überschussbeteiligungen bei einigen Lebensversicherern konstant. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherern fallen jedoch deutlich aus: Während der Wert bei der Debeka bei knapp unter einem Prozentpunkt liegt, ist er bei der Ideal dreimal so hoch.

Debeka senkt Überschussbeteiligung deutlich Bild: Debeka

Der Versicherer setzt die Überschussbeteiligung in diesem Jahr bei 0,9 Prozentpunkte an. Bild: Debeka

Immer mehr Lebensversicherer veröffentlichen ihre aktuellen Zahlen zu den Überschussbeteiligungen. Zuletzt hatten mit Ergo und R+V (inklusive Condor) zwei Lebensversicherer sinkende Überschüsse für 2022 bekanntgegebenen. Nun sind zwei weitere dazugekommen: Die Debeka und Signal Iduna vermelden eine Absenkung der laufenden Zinsen für dieses Jahr, die jeweils bei minus 0,35 Prozentpunkten liegt. Während die laufende Beteiligung bei der Debeka nun bei 0,9 Prozent (2021: 1,25 Prozent) liegt, bietet die Signal Iduna ihren Kunden für 2022 eine laufende Verzinsung von 1,65 Prozent (2021: 2 Prozent).

Von den 41 Lebensversicherern, die laut dem Zweitmartkanbieter Policen Direkt bislang ihre Überschussdeklaration für 2022 abgegeben haben, vermelden die Run-off-Anbieter Athora und Entis (Viridium) sowie die Ideal Lebensversicherung mit glatten drei Prozent die höchste laufende Verzinsung für dieses Jahr. Es folgt die Direkte Leben Versicherung AG mit 2,70 Prozent.

Keines der Unternehmen, von denen die Daten bereits vorliegen, hat seine Überschussbeteiligung im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Allerdings konnten trotz Negativzinsphase einige Anbieter wie die Allianz, Axa, Continentale oder Volkswohlbund ihren Wert auf stabilem Niveau halten. Auch die Barmenia teilt auf Nachfrage mit, die Überschussbeteiligung für das laufende Jahr auf dem Vorjahresniveau halten zu können – für 2021 hatte der Wupptertaler Versicherer seine Überschussbeteiligung um gleich 0,5 Prozentpunkte zusammengekürzt.

Noch bleibt abzuwarten, wie sich die Überschussbeteiligungen bei anderen Lebensversicherern, wie beispielsweise der Helvetia und Dialog entwickeln werden – auch hier war es in den Vorjahren zu deutlichen Absenkungen gekommen. Bei der Dialog sank die laufende Verzinsung zuletzt von 2,3 Prozent (2019) auf 2,0 Prozent (2020), um dann für 2021 auf 1,5 Prozent abgesenkt zu werden. Die Helvetia hatte ihre laufende Verzinsung zuletzt von 1,9 auf 1,7 Prozent gesenkt. 2019 hatte diese noch bei 2,1 Prozent gelegen. Von beiden Anbietern lag bis Redaktionsschluss noch keine Antwort über die Überschussdeklaration für dieses Jahr vor. 

Es bleibt folglich abzuwarten, ob die Debeka mit einer Überschussbeteiligung von 0,9 Prozent die niedrigste Verzinsung bietet oder ob sie von anderen noch unterboten wird.

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