bAV: Warum digitale Verwaltung jetzt dringlich ist

Digital Berater Top News Detlef Pohl Versicherungen

Beratung und Vertragsverwaltung werden zunehmend digital. In KMU gibt es jedoch heterogene Strukturen, verbunden mit teils hohem Aufwand für die bAV. Makler sollten einfache Ansatzpunkte zur digitalen Transformation bei ihren Firmenkunden nutzen.

Die Kunst bei den Personalverantwortlichen im Mittelstand ist es, herkömmliche Datenverwaltung zunehmend zu digitalisieren. Das hilft auch der bAV. Die Zeit drängt. Bild: Longial

Die Kunst bei den Personalverantwortlichen im Mittelstand ist es, herkömmliche Datenverwaltung zunehmend zu digitalisieren. Das hilft auch der bAV. Die Zeit drängt. Bild: Longial

Die Zukunft der Maklerzunft hängt maßgeblich an der Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Nur so ist angesichts anhaltender Regulierung das betriebswirtschaftliche Überleben möglich. Dabei können die Makler jede Unterstützung von Versicherern, Pools und Verbünden gebrauchen. Laut der Studie „Maklerservice 2021“ der BBG Betriebsberatung erwarten Makler reibungslose Prozesse und Tools inzwischen als Standard von den Versicherern und darüber hinaus persönliches Engagement der Maklerbetreuer.

Den wachsenden Einfluss der Digitalisierung (jetzt Rang 6; Vorjahr: Rang 9) fordern Makler zunehmend ein. Beispiel bAV: Gerade Klein- und Mittelbetriebe (KMU) erwarten von ihren Beratern weitgehend digitale Lösungen. Laut der Studie „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2021“ von Generali Deutschland und FAZ Business Media unter 200 Personalverantwortlichen wird die digitale Vertragsauskunft am häufigsten nachgefragt, sagen 50 Prozent der befragten Makler.

Portallösungen für alle Prozessbeteiligten sinnvoll

Dahinter folgen aus Maklersicht die digitale Administration beim Vertragsabschluss und in der Leistungsphase (44 Prozent) und digitale Beratungsprozesse (43 Prozent). Die Nutzung von Portallösungen, zu denen auch digitale Vorsorgerechner zählen, und digitale Servicedienstleistungen wie etwa digitale Unterschriften sprechen je 41 Prozent der Befragten an.

Firmen wünschen sich vor allem, ihre bAV einfach und effizient zu verwalten, betonen 92 Prozent der befragten Makler. Daher wundert es nicht, wenn Berater gezielt darauf eingehen und den optimalen Zeitpunkt für die digitale Transformation im Mittelstand abpassen wollen. Wie das gelingt, verrät der bAV-Dienstleister Longial aus Düsseldorf.

Zeitliche Anlässe jetzt nutzen

Zwei zeitliche Anlässe seien untrennbar mit der digitalen bAV-Verwaltung verbunden: Die digitale Rentenübersicht wirft ihre Schatten voraus (Herbst 2023) und auf der politischen Agenda steht auch ein mögliches Opting-out in der Altersvorsorge, erinnert Mathias Nolle, Leiter Operations & Services bei Longial. Noch lägen jedoch im Mittelstand zahlreiche Personalbestände analog vor, meist mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden.

Seite 1: Wie Makler digitale Entwicklung ihrer Firmenkunden beeinflussen können
Seite 2: Warum ohne Portallösungen in bAV bald nichts mehr geht