Basler startet mit Marken-Relaunch ins neue Jahr

Anne Mareile Walter Produkte & Personalien Versicherungen Berater

Die R+V greift Landwirten unter die Arme, deren Betriebe von der Afrikanischen Schweinepest lahmgelegt werden. Signal Iduna und die Stuttgarter rücken die Nachhaltigkeit in den Fokus und der Maklerpool blau direkt bekommt einen neuen Geschäftsführer.

Basler Bild: procontra

Baloise lässt die Basler Versicherung verschwinden, die R+V hat Policen gegen die Afrikanische Schweinepest im Programm und Nachhaltigkeit ist auch im neuen Jahr bei den Versicherern im Fokus. Bild: procontra

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bringt landwirtschaftliche Betriebe schnell zum Stillstand: Sähen, düngen, ernten – für betroffene Landwirte ist das oft verboten. Mit einer ASP-Ernteversicherung will die R+V seit Anfang Januar auch Neukunden Schutz vor der hochansteckenden Viruserkrankung bieten. Rund 3.000 Fälle der Afrikanischen Schweinepest wurden bislang in Deutschland nachgewiesen.  

Zwar bekommen betroffene Landwirte staatliche Entschädigungen, wenn sie ihre Felder nicht mehr bewirtschaften dürfen – laut R+V würde es jedoch häufig „lange dauern“, bis die Gelder fließen. „Die Bauern brauchen den Erlös aus der Ernte, um neues Saatgut oder Düngemittel zu kaufen“, erklärt R+V-Agrarexperte Albert Ziegler. Die ASP-Ernteversicherung komme „zeitnah“ für den finanziellen Verlust durch den Ausbruch der Schweinepest auf und sichere dadurch die Liquidität der Landwirte. Eine weitere Leistung der Police: Futtermais oder Weizen aus ASP-Regionen werden vom Handel schlechter vergütet – die R+V erstattet für diese Wertminderung zehn Prozent des Marktpreises.     

Signal Iduna setzt auf ESG-Fondspalette  

Zum 1. Januar hat die neu gegründete Signal Iduna Lebensversicherung ihre Fondspolice Global Garant Invest (SIGGI) mit einer nachhaltig ausgerichteten Fondspalette bestückt. Das sowohl für die private wie für die betriebliche Altersvorsorge geeignete Produkt SIGGI soll dadurch über die gesamte Vertragslaufzeit nachhaltig ausgerichtet sein. Dies betrifft alle drei Anlagetöpfe, in die die Sparbeiträge der Kunden investiert werden: das Sicherungsvermögen, der Signal Iduna-eigene Spezialfonds und die freien Fonds.  

Dabei wurden nur Fonds ausgewählt, bei denen sich die jeweiligen Kapitalverwaltungsgesellschaft auf die international anerkannten sechs Prinzipien für verantwortliches Investieren verpflichteten. Auch die Anzahl kostengünstiger ETFs wurde mit dem Relaunch des Produkts erhöht. Künftig können Versicherte in der privaten Altersvorsorge ein Garantieniveau zwischen 0 und 80 Prozent wählen, abhängig von ihrem eigenen Sicherheitsbedürfnis. In der betrieblichen Altersversorgung bietet Signal Iduna ein festes Garantieniveau von 80 oder 90 Prozent an.   

Neuer Index für nachhaltige Altersvorsorge 

Im Bereich der nachhaltigen Altersvorsorge will sich die Stuttgarter weiterhin als Pionier-Versicherer positionieren: In der Indexrente „Index-safe“ kann ab sofort der „Grüne Zukunft Index“ ausgewählt werden. Dabei fokussiert sich der neu aufgelegte Index auf nachhaltiges Wirtschaften und beinhaltet bis zu 40 ausgewählte Unternehmen aus acht nachhaltigen Themengebieten. Die Unternehmen werden mit Hilfe von Bewertungen der unabhängigen Ratingagentur ISS ESG ausgewählt und von dieser regelmäßig auf die Einhaltung der ESG-Faktoren untersucht. Unternehmen, die mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes in kontroversen Geschäftsfeldern wie Kohlebergbau und Kohleenergie sowie Atomkraft erzielen, sind von dem neuen Index ausgeschlossen.     

Der bisherige GrüneRente Index soll mit seinen 600 Aktien für Bestandskunden noch ein Jahr lang erhalten bleiben.  

Gothaer unterstützt Diabetes-Patienten mit KI-System 

Um Diabetes-Patienten besser zu unterstützen, kooperiert die Gothaer Krankenversicherung ab sofort mit Diabeloop. Das Unternehmen hat durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ein automatisiertes und personalisiertes Diabetes-System entwickelt: Per Smartphone-ähnlichem Gerät bekommen Diabetes-Patienten automatisch die passende Menge Insulin zugeführt. Um die Handhabung des Diabeloop-Geräts zu lernen, bieten die an dem Programm teilnehmenden Arztpraxen Diabetes-Patienten ein Coaching an. Von der Gothaer wird das Coaching erstattet.   

Aus Basler wird Baloise 

Die Basler firmiert unter neuem Namen und heißt ab sofort Baloise. Für das Jahr 2022 hat sich der Versicherer auf die Fahnen geschrieben, so seine „Markenwelt zu vereinfachen“. Dabei soll der einheitliche Markenauftritt „Baloise“ für alle Ländergesellschaften gelten. „Mit der neuen Marke wollen wir zeigen, dass wir uns stetig weiterentwickeln und unser Kerngeschäft diversifizieren“, erklärt Group-CEO Gert De Winter. Aktuell werde das Rebranding vorbereitet, der neue Markenauftritt soll ab Herbst 2022 dann schrittweise in allen Ländergesellschaften eingeführt werden.  

Neuer Geschäftsführer bei blau direkt    

Der IT-Experte Hannes Heilenkötter wird neues Mitglied der Geschäftsführung von blau direkt. Er soll bei dem Infrastrukturdienstleister künftig für die „Koordination von Technologie und Innovationsprozessen“ verantwortlich sein. Heilenkötter fing vor 15 Jahren als Auszubildender bei blau direkt an und arbeitete sich bis zur Geschäftsführung des Tochterunternehmens Dionera hoch. Seit sechs Jahren ist er Teilhaber von Dionera, das für die IT-Entwicklung zuständig ist. Laut blau direkt solle mit der Besetzung bewusst ein Zeichen in Bezug auf die Nachfolgeplanung von Oliver Pradetto gesetzt werden. Zudem sei dies ein Signal, dass sich blau direkt künftig stärker als Technologieplattform ausrichten werde und damit nicht mehr das klassische Pool-Geschäft im Fokus steht.   

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