Versicherung: „Marktplatz für immer neue Mehrwerte im Makleralltag“

Berater Panorama Detlef Pohl

Die Smart Insurtech AG entwickelt ihre webbasierte Versicherungsplattform weiter und hat sich auch personell neu aufgestellt. Im Interview nennt Vorstandschef Matthias Hansen die Essentials der Arbeit seines Hauses.

Als Plattform bieten wir Maklern mit einem ganzheitlichen Technologiepaket die Chance, Angebote der Versicherer, Daten über Schnittstellen und Portale zu beschaffen und automatisiert zu verarbeiten, sagt Matthias Hansen, Chef von Smart Insutech. Bild: Poh

Als Plattform bieten wir Maklern mit einem ganzheitlichen Technologiepaket die Chance, Angebote der Versicherer, Daten über Schnittstellen und Portale zu beschaffen und automatisiert zu verarbeiten, sagt Matthias Hansen, Chef von Smart Insutech, im Live-Interview. Bild: Pohl

procontra: Wann bekommen es Versicherungsmakler in ihrem Arbeitsalltag bewusst oder unbewusst mit Ihrem Haus zu tun?

Hansen: Sie kommen mit uns in Berührung, wenn ihr Maklerbüro oder Pool mit unserer Versicherungsplattform Smart Insur arbeitet beziehungsweise einzelne Features der Plattform wie den Vergleichsrechner als Teil der Beratungstechnologie im Einsatz hat.

procontra: Was kann die Plattform „Smart Insur“ schon heute und wo soll die Reise hingehen?

Hansen: Smart Insur bietet schon heute alle für Vermittler notwendigen Services entlang der Wertschöpfungskette. Konkret bedeutet das, dass wir aus einer Hand eine Technologie für Beratung, Analyse und Rating, einen Vergleichsrechner sowie eine am Markt einzigartige qualitative Tarifbewertung nach Verbraucherschutzkriterien, ein Maklerverwaltungsprogramm (On-Premise-Version oder cloudbasiertes MVP) sowie einen vollumfänglichen Dokumentenservice zur Verfügung stellen. Die meisten Services sind schon heute miteinander vernetzt und erleichtern so den Vermittlern die Arbeit im Innendienst - sie gewinnen mehr Zeit für die Beratung. Neben dem Alltagsgeschäft validieren wir seit Anfang 2020 die Bestände angebundener Maklerbüros. Das heißt: Wir gleichen ihre Daten mit den Angaben der Versicherer ab und erhalten so aktuelle und konsistente Daten. So entsteht eine einheitliche Datengrundlage, die Basis für das Heben digitaler Mehrwerte ist und uns den Aufbau einer neuen Technologie aus einem Guss ermöglicht.

procontra: Was darf man sich darunter genauer vorstellen?

Hansen: Wir bezeichnen diese neue Technologie als Marktplatz. Sie ist der virtuelle Raum, in dem sich Makler, Versicherer und Assekuradeure begegnen. Wir stellen Technologie und Infrastruktur für dieses Zusammentreffen bereit. Der Marktplatz liefert das perfekte Match zwischen Angebot der Versicherer und Nachfrage der Makler. Der Marktplatz wird allerdings mehr als ein reiner Transaktionskanal sein, der das passende Versicherungskonzept ermittelt. Er wird durch seine große und konsistente Datenbasis, an welcher wir aktuell noch arbeiten, Innovationen und neue Services ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise Produktsimulationen für Versicherer oder auch Robo-Advice-Technologien für Makler, etwa zum Kreieren von Beratungsanlässen. Im Moment sind das alles noch einzelne Komponenten, die jedoch künftig verschmolzen werden. Eine solche Plattform wird wahrscheinlich nie ganz fertig sein, sondern immer neue Mehrwerte hervorbringen.

procontra: Machen andere Servicedienstleister das nicht auch so?

Hansen: Ich sehe momentan keine vergleichbare Marktplatztechnologie, die alle Player der Versicherungsbranche adressiert und vollumfängliche IT-Lösungen aus einer Hand bietet. Auch wenn wir ein relativ junges Unternehmen sind, so können wir mit den sechs akquirierten IT-Firmen (Innosystems, IWM Software, NKK Programm Service, Maklersoftware.com, Volz-Gruppe, 1blick) mehr als 30 Jahre Branchen-knowhow vorweisen. Hinzu kommt, dass wir unabhängig sind und nicht in der Verwertungskette stehen. Diese Unabhängigkeit beruht auch darauf, dass wir eine 100-Prozent-Tochter des MDAX-Unternehmens Hypoport sind und somit einen transparenten, starken finanziellen Background haben.

procontra: Hypoport hat seine Wurzeln aber nicht im Versicherungsgeschäft.

Hansen: Die Hypoport-Gruppe ist ein Netzwerk von Technologiefirmen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft. Mit dem B2B-Kreditmarktplatz Europace, der größten deutschen Plattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, gibt es zudem fundierte langjährige Erfahrung im Plattform-Geschäft. Das erschließen wir zunehmend auch in der Assekuranz.

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