Ideal beteiligt sich an Luxus-Resort

Martin Thaler Versicherungen LV-Check

Schon Wladimir Putin gehörte hier zu den Gästen: Die Ideal Versicherung investiert in ein Hotel in Kitzbühel und erweitert damit ihr Immobilienportfolio. Auch andere Versicherer investieren zunehmend in Immobilien.

Kitzbühel Bild: Adobe Stock/photog.raph

Mal was anderes als Berlin: Im österreichischen Nobel-Ferienort Kitzbühel hat sich die Ideal nun an einem Hotel beteiligt. Bild: Adobe Stock/photog.raph

Die Ideal Versicherung baut ihr Immobilien-Portfolio weiter aus: Wie der Berliner Versicherer bekannt gab, erwarb er 49 Prozent der Objektgesellschaft des 5-Sterne-Hotels Grand Tirolia Kitzbühl. „Damit erweitert die Ideal ihr Immobilienportfolio um eine Perle der Hotelbranche, die großes Potential verspricht“, begründet Rainer M. Jacobus, Vorstandsvorsitzender der Ideal Versicherungsgruppe, das Kitzbühler Investment.  

Das von einem Golfkurs umgebene Hotel, das seit rund einem Jahr geschlossen ist, soll wieder zu „einem Hotspot für anspruchsvolle Winter- und Sommergäste werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Versicherers. Das Haus mit rund 80 Zimmern hat mit Elena Baturina, Gattin des einstigen Moskauer Bürgermeisters Juri Luschkow, eine prominente Vorbesitzerin. Zu ihren Gästen soll auch der russische Präsident Wladimir Putin gehört haben.  

Höchste Immobilienquote

Traditionell ist die Ideal stark in Immobilien investiert – der Schwerpunkt liegt dabei auf Berlin. Laut aktuellem Geschäftsbericht waren Ende 2020 16,7 Prozent des Kapitalanlagebestands in Immobilien investiert (direkt und indirekt). Das ist zwar geringfügig weniger als noch im Jahr zuvor (17,3 Prozent), branchenweit jedoch Spitze.  

Diese hohe Immobilienquote wird von der Ideal regelmäßig argumentativ ins Feld geführt, wenn der Berliner Versicherer seine im Vergleich zum üblichen Markt hohe Überschussbeteiligung bekannt gibt. Für das kommende Jahr wird diese stabil bei drei Prozent liegen.

In den vergangenen Jahren haben auch andere Lebensversicherer ihre Immobilienquoten deutlich ausgebaut. Laut aktuellem Trendbarometer „Immobilienanlagen in der Assekuranz“ der Beratungsgesellschaft EY Real Estate stieg die Immobilienquote von zuletzt 10,8 auf 11,5 Prozent – so hoch lag dieser Wert noch nie. Mit einem weiteren Steigen dieser Quote darf zudem gerechnet werden: 63 Prozent der befragten Versicherungsunternehmen gaben an, die Quote zukünftig ausbauen zu wollen, 37 Prozent wollen sie stabil halten.

"Immobilienanlagen im Niederigzinsumfeld unabdingbar"

„Immobilienanlagen mit stabilem Cashflow sind für die Assekuranz im Niedrigzinsumfeld unabdingbar, um Garantiezinsversprechen weiterhin einhalten zu können, auch wenn der Garantiezins wie geplant zum Beginn des nächsten Jahres zum wiederholten Male gesenkt wird“, erklärte Studienautor Dietmar Fischer die steigende Nachfrage.  

Für besondere Aufmerksamkeit hatte im Juli dieses Jahres ein Investment der Allianz gesorgt: Für insgesamt 1,4 Milliarden Euro hatte der Münchener Versicherer zusammen mit der Bayerischen Versorgungskammer das im Bau befindliche Bürohochhaus „T1“ in Frankfurt am Main erworben. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ist in Deutschland noch nie mehr für ein einzelnes Haus bezahlt worden.

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