Beitragsentwicklung: Versicherer bleiben optimistisch

Martin Thaler Versicherungen

Corona zum Trotz – auch für 2022 rechnen die Versicherer mit einem soliden Beitragswachstum. Auswirkungen der Pandemie werden insbesondere für das Geschäft mit Lebensversicherungen erwartet. Und es gibt noch weitere Unsicherheitsfaktoren.

GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen Bild: GDV

Geht von einem Beitragswachstum im kommenden Jahr von zwei bis drei Prozent aus: GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen Bild: GDV

Die Corona-Pandemie geht mittlerweile in ihr drittes Jahr, doch unter den deutschen Versicherern herrscht weiter Optimismus.  „Aktuell erwarten wir für 2022 ein Beitragswachstum zwischen zwei und drei Prozent für den Versicherungssektor insgesamt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, am Montag in Berlin.  

Damit deckt sich die Erwartungshaltung mit der für das laufende Geschäftsjahr – auf ihrer Jahrespressekonferenz im Januar hatten die Versicherer für 2021 ebenfalls ein Beitragswachstum in Höhe von über zwei Prozent prognostiziert. Diese Prognose scheint sich auch bewahrheitet zu haben: „2021 dürfte der Zuwachs über alle Sparten hinweg bei etwa zwei Prozent liegen“, sagte Asmussen. Zwar sei die Erwartungshaltung zu Beginn des Jahres höher gewesen, dennoch müsse man angesichts der andauernden Corona-Pandemie zufrieden sein, so Asmussen.  

Corona dämpft Geschäft mit Lebensversicherungen

Auch im kommenden Jahr werde sich Corona insbesondere auf das Geschäft mit Lebensversicherungen auswirken, glaubt man bei den deutschen Versicherern. „Wir halten ein Beitragswachstum zwischen einem und zwei Prozent für realistisch“, sagte Asmussen.   

„Bei den klassischen Produkten in der Lebensversicherung erwarten wir eine schwächere, bei den fondsgebundenen eher eine wachstumsstärkere Entwicklung.“ Entscheidend sei auch hier, wie sich die wirtschaftlichen Perspektiven der privaten Haushalte entwickeln und welche politischen Rahmenbedingungen sich in der neuen Legislaturperiode ergeben. Unklar ist beispielsweise noch, wie es mit der Riester-Rente weitergeht und ob diese zugunsten eines öffentlich verwalteten Vorsorgefonds ad acta gelegt wird.  

Bei Sach- und Unfallversicherungen erwarten die deutschen Versicherer hingegen ein Beitragswachstum von drei Prozent. Begründet liege dieses in Summenanpassungen und Deckungserweiterungen, so Asmussen.

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