AfW-Vermittlerbarometer: FDP holt absolute Mehrheit

Martin Thaler Berater

Bereits im Sommer hatten die Liberalen die CDU vom Thron der Wählergunst unter Maklern stoßen können. Nun konnte die Partei weiter an Zustimmung gewinnen, wie das neue AfW-Vermittlerbarometer zeigt.

Christian Lindner Bild: picture alliance/Sébastien Muylaert

Konnte in der Gunst der Makler weiter zulegen: Die FDP unter ihrem Parteichef Christian Lindner. Bild: picture alliance/Sébastien Muylaert

Würden einzig Versicherungs- und Finanzvermittler über die Zusammensetzung der Bundesregierung entscheiden, würde die Ampel-Regierung nur aus der Gelbphase bestehen – die FDP könnte allein regieren. Bei der „Sonntagsfrage“, die der Vermittlerverband AfW im Rahmen seines aktuellen Vermittlerbarometers stellte, erhielten die Liberalen insgesamt 55 Prozent der Stimmen. Über 2.000 Vermittler und Vermittlerinnen hatten sich laut AfW an der Umfrage beteiligt.  

Damit konnte die FDP in der Gunst der Makler sogar noch zulegen. Bei der letzten Umfrage im Juli dieses Jahres war die Partei noch auf 46 Prozent der Stimmen gekommen – neun Prozent weniger als jetzt. „Die FDP hat auch aus der Opposition heraus eine sehr wichtige Arbeit für unsere Branche gemacht. Ihre klaren Positionen zum Provisionsdeckel und einer möglichen BaFin-Aufsicht für 34f-Vermittler zahlt sich in diesem Umfrageergebnis klar aus“, interpretiert AfW-Vorstand Frank Rottenbacher das Ergebnis.  

Inwieweit der aktuelle Koalitionsvertrag für das Ergebnis eine Rolle gespielt hat, bleibt unklar. Der Umfragezeitraum umfasst den gesamten November – der Vertrag, der in vielen Fragestellungen mit Vermittlerbezug deutlich die Handschrift der FDP trägt, war erst am 24. November der Öffentlichkeit vorgestellt worden.  

Der Stimmenzuwachs der FDP geht dabei deutlich zu Lasten der meisten anderen Parteien. So verlor die CDU weitere 4 Prozentpunkte und kam auf 19 Prozent. Ein deutlicher Abstieg – im vergangenen Winter war die CDU bei Maklern noch auf 37 Prozent gekommen und damit noch vor der FDP stärkste Kraft in der Makler-Wählergunst gewesen.  

Auch die Grünen (- 3 Prozentpunkte), die AfD (-1 Prozent) sowie die Linke (-2 Prozent) verloren im Vergleich zum Sommer an Zustimmung. Hinzugewinnen konnte lediglich die SPD von Bundeskanzler Olaf Scholz. Mit insgesamt 4 Prozent (+ 2 Prozentpunkte im Vergleich zum Sommer) liegt die SPD bei Maklern jedoch weit unter dem Wahlergebnis der vergangenen Bundestagswahl, als die Sozialdemokraten insgesamt 25,7 Prozent der Zweitstimmen erhielten.

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