Vermögensaufbau: So schafft es Ihr Kunde seriös zu 100.000 Euro

Detlef Pohl Berater Zielgruppenansprache Investmentfonds

100.000 Euro auf dem Konto – wer will das nicht? Ein neues Buch zeigt, wie man die Marke knacken kann, ohne üppiges Vermögen mitzubringen oder dubiose Geschäfte zu machen. Maßgeblich sind ETF. Daher sollten Berater ein Honorar in Betracht ziehen.

Sparschwein Bild: Pixabay/Alexas_Fotos

Ein neues Buch der Stiftung Warentest liefert Anlagepläne, wie Menschen ein Vermögen von 100.000 Euro aufbauen können. Bild: Pixabay/Alexas_Fotos

Das Rezept: Mit einer cleveren Anlagestrategie und etwas Geduld lässt sich schon mit geringen monatlichen Sparraten ein Vermögen aufbauen. So beschreibt es „Das 100.000 Euro Buch“, ein neuer Ratgeber der Stiftung Warentest. Dem Leser werden detaillierte Anlagepläne geliefert, „leicht verständlich und sofort umsetzbar“, heißt es.

Doch Vorsicht: Im gesamten Buch sucht man Begriffe wie Beratung und Provision vergeblich in Bezug zur Finanzberatung (lediglich die Börsenprovision wird erwähnt). Selbst der Begriff Honorar oder Nettotarif kommt nicht vor, obwohl die Warentester sonst gern der Honorarberatung das Wort reden. Offensichtlich richtet sich das Werk an informierte Selbstentscheider, die das Anlagerisiko gut kennen und bereit sind, es unter Aufgabe von Sicherheiten für den Vermögensaufbau bewusst zu nutzen.

Als Basis-Info für 34f-Berater und deren Kunden sinnvoll

Wer als 34f- oder 34d-Berater andere Erfahrungen mit seinen Kunden gemacht hat, findet mit dem Inhalt zahlreiche Argumente, warum bei diesem elementaren Finanzthema eben zumeist nicht auf Beratung verzichtet werden sollte. Klar ist: ETF sind immer noch nicht als Vergütungsinstrument in der 34f-Beratung angekommen – anders als aktiv gemanagte Fonds. Doch man kann ja auf Honorarberatung ausweichen, auch wenn das Buch dazu Tipps komplett schuldig bleibt.

Fachlich interessant: Der Ratgeber stützt sich auf eine umfangreiche Analyse von über 5,4 Millionen Depotverläufen, die Finanztest seit 1969 untersucht hat. Auf dieser Grundlage wird gezeigt, welche Summen defensive, ausgewogene und offensive Anleger investieren müssen, um in 30 Jahren, in 20 Jahren oder sogar binnen zehn Jahren beste Chancen auf die sechsstellige Summe zu haben.

Mit Geduld und überschaubaren Summen zum Ziel

Beispiel: Wer einmalig 20.000 Euro angelegt hat, muss monatlich noch 74 Euro zusätzlich in ein ausgewogenes Portfolio investieren, um in 30 Jahren sicher zu 100.000 Euro zu gelangen. Wer offensiver investiert, könnte das im selben Zeitraum ohne Einmalanlage mit 158 Euro im Monat schaffen.

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