PHV für Studenten: Handy-Schäden machen das Gros der Meldungen aus

Anne Mareile Walter Berater Versicherungen

Kaputte Handys, zerkratzte Autos, Löcher im Teppichboden: Das sind die häufigsten Schadensfälle in der Privathaftpflicht bei den Unter-25-Jährigen.

Handy Bild: Adobe Stock/m.mphoto

Zu den häufigsten Schadenmeldungen in der Haftpflichtversicherung bei den unter-25-Jährigen zählen kaputte Handys. Bild: Adobe Stock/m.mphoto

Handy-Schäden gehören zu den häufigsten Meldungen in der Haftpflichtversicherung – zumindest wenn es um die unter 25-jährigen Versicherten geht. Zu diesem Ergebnis kommt ein Check24-Ranking. Zum Weltstudententag am Mittwoch hat das Vergleichsportal die häufigsten Schadenmeldungen von Studierenden unter die Lupe genommen. Dabei gehen 24 Prozent der Meldungen auf beschädigte Handys von Dritten zurück.  

Nicht jeder Student braucht eine eigene PHV

Auf Platz zwei der PHV-Meldungen folgt das Auto mit 9,5 Prozent. Beschädigt wurden die Fahrzeuge beispielsweise mit dem Fahrrad oder im Vorbeilaufen. Schäden in der Mietwohnung wurden von den unter-25-Jährigen am dritthäufigsten gemeldet: 8,3 Prozent der Haftpflichtfälle bezogen sich auf Schäden an Türen, es folgten beschädigte Böden, Waschbecken oder Fenster. Die wenigsten Schadensmeldungen in der PHV gab es in diesem Alterssegment bei Fernsehgeräten oder Kochfeldern. „Eine gute PHV-Versicherung kann auch für die Wohnungssuche erforderlich sein", erklärt dazu Lorenz Becker, Managing Director bei Check24. „Manche Vermieter*innen möchten sehen, dass es einen entsprechenden Vertrag gibt, da sie auf diese Weise abgesichert sind, wenn es an ihrem Wohneigentum zum Schaden kommt.“ 

Nicht jeder Student braucht aber eine eigene Haftpflichtversicherung. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Volljährige auch weiterhin bei ihren Eltern mitversichert, sofern diese über eine Familienhaftpflichtversicherung verfügen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn sie direkt nach der Schule ein Erststudium beginnen. Auch im Anschluss an einen Bundesfreiwilligendienst, ein soziales oder ökologisches Jahr ist eine Absicherung über die Familienhaftpflicht möglich. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kinder noch zu Hause wohnen oder bereits ausgezogen sind. Ab wann sich junge Menschen selbst versichern müssen, hängt vom Versicherer ab. Meist liegt die Altersgrenze bei 25 Jahren. Wer promoviert, berufsbegleitend studiert oder ein Zweitstudium absolviert, muss in der Regel jedoch selbst eine Haftpflicht-Police abschließen.  

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