Koalitionsvertrag: Was die Ampel für Vermittler bringt

Martin Thaler Berater Versicherungen Top News Sachwerte Investmentfonds

Altersvorsorge: Grundlegende Reformen für private Vorsorge

Eine ausreichende Altersvorsorge basiert auf drei Säulen: der gesetzlichen Rente, der betrieblichen sowie der privaten Altersvorsorge. Daran will die Ampel-Koalition nicht rütteln, sondern bekennt sich zum Drei-Säulen-System: „Neben der gesetzlichen Rente bleiben die betriebliche wie private Altersvorsorge wichtig für ein gutes Leben im Alter“, heißt es im Koalitionsvertrag.  

Als konkrete Vorhaben haben sich die Ampel-Parteien unter anderem darauf verständigt, die betriebliche Altersversorgung zu stärken. So sollen künftig Anlagemöglichkeiten mit höheren Renditen ermöglicht werden. 

Zugleich hält die Ampel-Koalition am Sozialpartnermodell, der sogenannten Nahles-Rente, fest. Hier fordern die Parteien, dass dieses endlich umgesetzt werden soll. Bislang ist erst ein einziges konkretes Vorhaben – für die Beschäftigten der Talanx-Gruppe – geplant. Noch immer steht allerdings die Zustimmung der Finanzaufsicht BaFin aus.  

Die private Altersvorsorge soll hingegen grundlegend reformiert werden – das klingt sehr nach einer Abkehr von der Riester-Rente. Geprüft werden soll hingegen die Einführung „eines öffentlich verantworteten Fonds mit einem effektiven und kostengünstigen Angebot mit Abwahlmöglichkeit“. Alternativ sollen ebenfalls private Anlageprodukte geprüft werden. Diese müssen aber höhere Renditen als die Riester-Rente aufweisen. Gefördert werden sollen dabei vor allem untere Einkommensgruppen. Was diese Prüfungen ergeben werden, bleibt indes abzuwarten. Für bestehende Riester-Verträge – immerhin rund 16 Millionen – soll es auf jeden Fall einen Bestandsschutz geben.  

Der Sparerpauschbetrag soll zudem auf 1.000 Euro erhöht werden – derzeit dürfen Sparer 801 Euro ihrer Einkünfte aus Kapitalvermögen steuerfrei behalten.  

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