Trotz Coronakrise: Viele Makler mit sattem Umsatzplus

Florian Burghardt Berater Maklers Lieblinge

Vor einem Jahr sorgte die Coronakrise bei einem Fünftel der Makler für erhebliche Einbußen. Mittlerweile konnten viele ihre Umsätze wieder steigern - zum Teil deutlich, wie die Ergebnisse unserer Umfrage „Maklers Lieblinge 2021“ zeigen. Ein Grund dafür ist sogar die Pandemie selbst.

Viele Vermittler konnten die Coronakrise nutzen, um ihren Umsatz zu steigern und sich kostensparender aufzustellen. Bild: Adobe Stock/Diki

Viele Vermittler konnten die Coronakrise nutzen, um ihren Umsatz zu steigern und sich kostensparender aufzustellen. Bild: Adobe Stock/Diki

Der durchschnittliche Versicherungsmakler bezieht den Großteil seiner Provisionseinnahmen schon seit Jahren aus dem Privatkundengeschäft mit Schaden-/Unfall-Versicherungen. Daran hat auch die Coronakrise nichts geändert. Vielmehr blieben die Vermittler bei ihrem Leisten und sind damit größtenteils gut gefahren, was die Ergebnisse der procontra-eigenen Umfrage „Maklers Lieblinge 2021“ mit insgesamt 1.022 Teilnehmern belegen.

So gaben zwar 8,9 Prozent der Befragten an, dass ihr Umsatz seit Beginn der Pandemie um elf bis 30 Prozent zurückgegangen ist und weitere 2,8 Prozent mussten sogar Einbußen von über 30 Prozent hinnehmen. Damit fällt der Anteil der Vermittler mit deutlichen Umsatzeinbußen (über zehn Prozent Minus) aber wesentlich kleiner aus als in der letztjährigen Befragung (damals 20,5 Prozent, heute 11,7 Prozent).

Ähnlich wie im Vorjahr spricht auch aktuell der Großteil der Befragten von relativ gleichgebliebenen Umsätzen (plus/minus zehn Prozent). Das trifft demnach auf 53,2 Prozent der Makler zu. Allerdings hat sich der Anteil der Vermittler mit sattem Umsatzplus deutlich gesteigert. Zwischen elf und 30 Prozent Zuwachs konnten 28,1 Prozent der Befragten verbuchen. Trotz Coronakrise gab es sogar bei sieben Prozent der Befragten eine Steigerung von über 30 Prozent. Damit hat die Pandemie 35,1 Prozent der Vermittler ein deutliches Umsatzplus von über zehn Prozent beschert. Im Vorjahr, etwa ein halbes Jahr nach Pandemiebeginn, konnten das nur 15 Prozent von sich behaupten.

Positive Effekte durch die Pandemie

Dabei geholfen haben dürften vielen Vermittlern die zahlreichen positiven Effekte, die sie der Krisenzeit trotz Lockdowns und Kontaktbeschränkungen gewinnen konnten. Mit 39,3 Prozent gaben hier die meisten Befragten an, dass sie die Zeit dafür genutzt haben, um ihre internen Arbeitsprozesse zu digitalisieren. Fast ebenso viele (39 Prozent) haben mehr Zeit mit Weiterbildung verbracht als in einem identischen Zeitraum vor der Pandemie.

Deutlich stärker als vorher setzen zudem 37,2 Prozent der Vermittler auf die Videoberatung. Damit wurde gezwungenermaßen auch ein Angebot ausgebaut, das sich viele Verbraucher schon seit langem gewünscht hatten. Jeder vierte Befragte gab zudem an (Mehrfachnennungen waren möglich), sich generell endlich um aufgeschobene Projekte gekümmert zu haben. Fast genauso viele (23,1 Prozent) hingegen sagten, keinen positiven Effekt aus der Pandemie gezogen zu haben.

Allerdings erklärten nur 4,3 Prozent der Befragten, dass sich ihr Verhältnis zu ihren Kunden durch die Coronakrise verschlechtert habe. Die positiven Erfahrungsberichte überwiegen deutlich: Bei 18,4 Prozent habe sich das Verhältnis sogar verbessert. Gut drei von vier Befragten gaben an, dass alles beim Alten geblieben sei.

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