So sparen die Deutschen für den Immobilienkauf

Anne Mareile Walter Berater Panorama Sachwerte

Die Pandemie hat dem Trend zum Wohneigentum Auftrieb beschert. Doch wie würden die Deutschen den Lebensalltag ändern und an welchen Punkten würden sie den Gürtel enger schnallen, um sich ihren Immobilientraum zu verwirklichen?

Immoscout Bild: Adobe Stock/rh2010

Die Nachfrage nach Kaufimmobilien ist ungebrochen. Um sich Wohneigentum leisten zu können, würden viele Deutsche aufs Shoppen verzichten. Bild: Adobe Stock/rh2010

Die Corona-Krise hat den Fokus auf die eigenen vier Wände gelenkt – Kaufimmobilien sind beliebt wie nie zuvor: Im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie stieg die Nachfrage nach Kaufobjekten um mehr als 60 Prozent an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Immobilienportals Immoscout24, für die im August und September insgesamt 1.007 Personen befragt wurden. Dabei ging die Studie folgender Frage nach: Wo würden die Deutschen am ehesten den Rotstift ansetzen, um ihre aktuelle Wohnsituation zu verbessern? 

Bei Mode, Shoppen, Reisen wird der Rotstift angesetzt

Bei der eigenen Altersvorsorge in den meisten Fällen nicht – nur elf Prozent der Befragten sind bereit, ihre Rücklagen für das Alter zu reduzieren, um sich eine schönere Wohnung leisten zu können. Ein Großteil der Deutschen würden hingegen in den Segmenten Mode, Shoppen, Reisen Geld einsparen: 49 Prozent gaben an, den Rotstift am ehesten beim Shopping anzusetzen, bei 40 Prozent war es der Urlaub und bei einem Drittel die Freizeitaktivitäten. Das eigene Auto ist für die Mehrheit unabdingbar: Nur ein Fünftel möchte darauf verzichten.  

Dabei ist das Sparverhalten bei Männern und Frauen unterschiedlich gelagert. So sind Frauen eher zu Einsparungen bereit als Männer. Und auch die Art des Sparens unterscheidet sich: 23 Prozent der Männer würden ihr Auto gegen eine verbesserte Wohnsituation eintauschen, bei den Frauen war dies nur bei 17 Prozent der Fall. Letztere schrauben mit 28 Prozent eher beim Sport zurück und beim Ausgehen (35 Prozent). Bei den Männern würden nur 30 Prozent auf das Ausgehen verzichten. 

Wo der Gürtel enger geschnallt wird, ist jedoch nicht nur vom Geschlecht, sondern auch vom Alter abhängig. So ist der jungen Generation „schöneres Wohnen“ wichtiger als Shoppen. 53 Prozent der 18- bis 39-Jährigen würden dafür ihren Konsum einschränken und seltener zum Einkaufsbummel aufbrechen. Die 40- bis 49-Jährigen schrauben mit 45 Prozent lieber bei den Urlauben zurück und die Befragten ab 50 sparen beim Sport zugunsten des Wohnkomforts.  

Altersvorsorge und Ernährung stehen unten auf der Einsparliste

Ganz unten auf der Einsparliste stehen neben der Altersvorsorge auch die Ausgaben für Aus- und Weiterbildung. Lediglich 15 Prozent würden diese antasten, um sich eine bessere Wohnung leisten zu können. Und das leibliche Wohl finden die meisten Deutschen ebenfalls wichtiger als eine Optimierung der Wohnsituation. Nur acht Prozent gaben an, dass sie sich deswegen bei Lebensmitteln oder der eigenen Ernährung einschränken würden.      

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