Run auf Zahnzusatz-Policen hält an

Hannah Petersohn Berater Versicherungen

Sie gehören zu den beliebtesten Zusatzversicherungen: Die Anzahl abgeschlossener Zahnzusatz-Policen ist erneut deutlich gestiegen, teilt nun der PKV-Verband mit. Die Zahl der Versicherten mit entsprechender Police stieg um über 500.000.

Run auf Zahnzusatz-Policen Bild: picture alliance/Zoonar Robert Kneschke

Wer gegen Ende eines Jahres eine Zahnzusatz-Police abschließt, kann bereits im Folgejahr mehr Leistungen in Anspruch nehmen. Bild: picture alliance/Zoonar Robert Kneschke

Immer mehr gesetzlich Versicherte setzen bei Zahnersatz, Kieferorthopädie und Prophylaxe auf private Zahnzusatzversicherungen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) vermeldet einen erheblichen Zuwachs von Zahnzusatz-Versicherungen: Demnach stieg der Abschluss solcher Policen im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent beziehungsweise um knapp 540.000 Versicherten an. Deutschlandweit haben mittlerweile rund 16,9 Millionen Menschen eine solche Versicherung. Vor elf Jahren waren es nur gut zwölf Millionen. Das entspricht einem Anstieg von knapp 39 Prozent.

Auch Corona dürfte das Interesse an Zahnzusatzversicherungen weiter befeuert haben. Allgemein hat die Pandemie bei vielen Menschen das Gefühl verstärkt, nicht ausreichend versichert zu sein.

Zahnzusatz-Policen seien, so der PKV-Verband, die beliebtesten privaten Zusatzpolicen. Versicherte erhalten je nach Tarif für ihre zusätzliche Versicherung einen Zuschuss durch die gesetzliche Krankenkasse. „Ohne Zusatzabsicherung müssen gesetzliche Versicherte selbst der einfachsten Zahnersatz-Variante aktuell bis zu 60 Prozent der Kosten selbst tragen“, heißt es seitens des PKV-Verbands. Bis Oktober 2020 lag der sogenannte Festzuschuss noch bei 50 Prozent. In Abhängigkeit vom Bundesland zahlten gesetzlich Versicherte 2019 bis zu 1.141 Euro für ihren Zahnersatz selbst – das hatte die Barmer Krankenkasse in ihrem aktuellen Zahnreport ermittelt.

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