Private Altersvorsorge: Wo Makler den größten Umsatz schaffen

Detlef Pohl Berater Versicherungen

Wie sich Beitragssummen und Courtagen entwickeln

Die vermittelte Gesamt-Beitragssumme aus dem privaten Vorsorgegeschäft hat sich in den Produktkategorien weiter zugunsten von Fondspolicen verschoben. Bei Fondspolicen ohne Garantien erreichte die jährliche durchschnittliche Beitragssumme pro Makler 461.500 Euro (+ 126.000 Euro), bei Fondspolicen mit Garantien 340.880 Euro (+ 15.000 Euro). Indexpolicen schafften es immerhin auf einen Mittelwert von rund 336.000 Euro Beitragssumme (+ 66.000 Euro).

Klassik-Policen, im Vorjahr nicht untersucht, kamen dieses Mal durchschnittlich auf 322.500 Euro Beitragssumme (2019: 287.500 Euro). Der Aufschwung dürfte ausschließlich der neuen Klassik zu verdanken sein. Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da sich bei der Abfrage der vermittelten Gesamtbeitragssumme je nach Produktkategorie nur 30 bis 80 Makler beteiligt hatten.

Angaben zur Courtagehöhe gibt es nicht, lediglich Aussagen zum Anstieg beziehungsweise Abfall gegenüber dem Vorjahr. Demnach gab es bei 45 Prozent der Befragten keine Veränderung. Nur 24 Prozent beklagen „viel schlechtere“ oder „eher schlechtere“ Courtageeinnahmen gegenüber 2020 (Vorjahr: 43 Prozent). Immerhin 31 Prozent konstatieren gegenüber 2020 verbesserte Courtageinnahmen (Vorjahr: 13 Prozent).

Altersvorsorge am wichtigsten

Wieder hat die private Altersvorsorge bei den Maklern mit 18,3 Prozent des Geschäftsumfangs (Vorjahr: 17 Prozent) die Nase vor dem privaten Schaden- und Unfallgeschäft mit 16,9 Prozent vorn (Vorjahr: 15,9 Prozent). Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) bringt es wie im Vorjahr auf 11,6 Prozent. Etwas besser laufen Biometrie-Produkte (14,2 Prozent).

Den größten Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit der Makler im Geschäft mit der privaten Altersvorsorge hat weiterhin die Produktqualität. Dazu zählen beispielsweise die Verständlichkeit des Bedingungswerks und dessen Beständigkeit, die Verbindlichkeit von Garantiezusagen oder die Chance zur Anpassung an spezifische Lebensphasen. Ebenfalls wichtig sind den Befragten das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Abwicklung im Neugeschäft.

Den Kunden am wichtigsten ist derzeit die Chance auf flexible Anpassungsmöglichkeiten an spezifische Lebensphasen, sagen 72 Prozent der Makler (Vorjahr: 61 Prozent), gefolgt von guten Renditechancen, meinen 71,5 Prozent der Befragten (Vorjahr: 55 Prozent). Auf eine Beitragserhalts-Garantie legten nur 24 Prozent der Kunden Wert (Vorjahr: 33 Prozent).

 

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