Neue Tarife für Hunde, Autos und das gute Gewissen

Anne Mareile Walter Berater Produkte & Personalien Versicherungen

Mit einer OP-Krankenversicherung für Hunde geht das Rostocker Insurtech hepster an den Start, die R+V rechnet den ökologischen Fußabdruck ihrer Kfz-Kunden aus und die HanseMerkur bietet Krebskranken ein neues Recherchetool.

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Mit einer OP-Krankenversicherung für Hunde will das Insurtech helpster punkten, die VHV hat ihren Kfz-Tarif überarbeitet und die Bayerische setzt auf nachhaltige Immobilienprojekte. Bild: procontra

35 Millionen Haustiere besitzen die Deutschen nach Angaben von Statista aktuell, 10,7 Millionen davon sind Hunde – damit zählen die Vierbeiner zu den liebsten Gefährten der Bundesbürger. Wie der Versicherer hepster mitteilt, würden jedoch nur knapp 20 Prozent der Hundebesitzer ihre felligen Freunde auch versichern. Dabei hätten Hunde vor allem im ersten Lebensjahr häufig mit gesundheitlichen Problemen zu tun. Um diese abzusichern, hat das Rostocker Insurtech nun seine Haustierversicherung um einen separaten Hundeschutz erweitert: In der neuen OP-Versicherung sind vier frei wählbare Tarife enthalten, aus denen Hundebesitzer den passenden Schutz für ihren Vierbeiner buchen können.

"Insbesondere unerwartete Operationen können ein finanzielles Risiko darstellen. Daher sollten gerade Hundebesitzer mindestens eine OP-Versicherung in Erwägung ziehen“, empfiehlt hepster-CPO Alexander Hornung. Die Kosten für Operationen und notwendige Behandlungen, inklusive der notwendigen Diagnostik und Arzneimittel sind in der neuen OP-Police von hepster enthalten. Je nach Tarif werden zudem postoperative Behandlungen, Physiotherapie oder Homöopathie, übernommen. Der Versicherungsbeitrag bleibt auch mit steigendem Hundealter stabil.

R+V will mit Klimaschutz punkten

Als Beitrag zum Klimaschutz hat die R+V ein neues Angebot auf den Markt gebracht: Kfz-Kunden können sich den ökologischen Fußabdruck ihrer jährlichen Fahrzeug-Nutzung vom Versicherer berechnen lassen, anschließend soll der Fußabdruck durch eine Spende zum Schutz der Moore minimiert werden. Zum Start der Aktion spendet die R+V 10.000 Euro an ein Projekt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. „Wir bieten Autofahrern die Möglichkeit, Maßnahmen zur CO2-Reduzierung zu fördern, die der Atmosphäre die Treibhausgase an anderer Stelle entziehen“, bewirbt Jan Dirk Dallmer, Leiter Kraftfahrtversicherungen, das Projekt. Durchschnittlich liegt der für den Ausgleich des Fußabdrucks zu zahlende Betrag zwischen 30 und 50 Euro. „Selbstverständlich ist unsere Berechnung nur eine Orientierungshilfe: Jeder Kunde kann selbst entscheiden, ob und wieviel er spenden will“, betont Dallmer.

Neuer Kfz-Tarif sichert Schadenrisiken für E-Autos ab

Die VHV hat ebenfalls eine Neuerung in ihrer Kfz-Versicherung im Programm: Seit 1. Oktober ist der Kfz-Tarif VHV Klassik Garant in überarbeiteter Form auf dem Markt. Dieser soll umfangreicheren Schutz für alle Fahrzeugtypen bieten und deckt mit einem zusätzlichen Leistungsblock die speziellen Schadenrisiken von E-Fahrzeugen ab. So ist im Rahmen der Vollkaskoversicherung auch der Akku gegen Beschädigung, Zerstörung, Verlust oder Totalschaden versichert (All Risk). In der Teilkaskoversicherung sind spezifische Fahrzeug- und Zubehörteile – Wallboxen, Ladekarte, Ladekabel und das mobile Ladegerät – mitversichert. Die Entsorgungskosten für Antriebs-Akkus sind bei einem Totalschaden in dem Tarif enthalten.

Versichert sind künftig auch Schäden durch Erdbeben, Erdfall und Vulkanausbruch sowie Tierbiss-Folgeschäden bis 10.000 Euro. Bei einem Glasbruchschaden werden Vignetten bis 50 Euro erstattet. Darüber hinaus wirbt die VHV mit verbesserten Annahmerichtlinien: Seit dem 1. Oktober sind Fahrzeuge erst ab einer Motorleistung von 350 kW – statt der bisherigen 300 kW – anfragepflichtig. Und die Fahrzeugaltersgrenze ist heraufgesetzt: Die Anfragepflicht für eine Kaskoversicherung besteht erst ab einem Fahrzeugalter von 25 Jahren, anstelle von 20 Jahren. Die neuen Leistungs-Updates gelten auch für bestehende Verträge. 

Makler-Tool zur Bestands-Digitalisierung

Einfach und vollautomatisiert ganze Bestandsportfolios digitalisieren – das bietet der Gewerbeversicherer mailo jetzt Zielgruppenmaklern durch eine neue technische Plattform an. Mit der sogenannten „Produktmanufaktur“ haben Makler die Möglichkeit, individuelle White-Label-Lösungen mit einer echten Dunkelpolicierung zu entwickeln. „Zugegeben, die Idee ist nicht ganz neu. Aber wir stellen vermehrt fest, dass die Nachfrage nach individuellen Produktlösungen immer stärker wächst. Und wir haben einfach dementsprechend konsequent gehandelt“, erklärt mailo-Vorstand Dr. Matthias Uebing dazu. Um auf diese Art das eigene Geschäftsmodell zu digitalisieren, sollten Makler über einen eigenen, größeren Bestand oder über Zugang zu einem Verband verfügen.

Recherche zu neuartigen Krebstherapien

Mit dem Recherche-Service der iuvando Health GmbH unterstützt die HanseMerkur ab sofort Krankenvollversicherte mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Brust-, Lungen- oder Darmkrebs. Mithilfe dieses Tools können Patienten personalisiert und unabhängig nach neuen Wirkstoffen und Therapien suchen, wie sie im Rahmen von klinischen Studien an spezialisierten Zentren, beispielsweise an Universitätskliniken, angeboten werden. Dabei erhalten die Patienten in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Erkrankungssituation einen personalisierten Suchbericht, der angebotene Studientherapien zusammenfasst und so das therapeutische Spektrum für den Patienten und das behandelnde Ärzteteam erweitert. Die Recherchekosten übernimmt die HanseMerkur. Die medizinische Bewertung der Suchergebnisse und die weitere Behandlung erfolgt durch das Ärzteteam, das den Patienten auch bisher begleitete – dadurch bleibt das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt unangetastet.

Pangaea Life setzt auf nachhaltige Wohnprojekte

Sechs klima- und sozialfreundliche Neubau-Projekte aus Berlin und der Metropolregion, Düsseldorf und Hamburg sind Teil des neuen Nachhaltigkeits-Fonds der Bayerischen-Tochter Pangaea Life. Mit „Blue Living“ sollen Kunden an der Wertentwicklung und den Mieteinnahmen nachhaltiger Wohnimmobilien teilhaben. Besparbar ist der neue Immobilienfonds im Rahmen der fondsgebundenen Rentenversicherung „Pangaea Life Invest“, die ab November abgeschlossen werden kann. „Auch der neue Fonds leistet volle Transparenz und erlaubt es Kunden Stabilität und Rendite mit dem Wissen zu verbinden, was das eigene Geld konkret bewirkt“, erklärt Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen. Alle sechs Neubau-Projekte des Fonds würden über einen optimalen Einstiegszeitpunkt mit einem hohen Aufwertungspotential bei Fertigstellung der Wohnimmobilien und entsprechend attraktive Renditeerwartungen verfügen. Die Immobilien-Projekte sollen dem Wohnraummangel in deutschen Großstädten auf eine „klima- und sozialpositive“ Weise begegnen. Dabei müssen unter anderem folgende Merkmale erfüllt sein: ein hundertprozentiger Bezug von Ökostrom, eine fußläufig erreichbare öffentliche Verkehrsanbindung sowie durchschnittlich ein Fahrradstellplatz pro Wohneinheit.

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