HDI, Huk-Coburg und LVM basteln an Kfz-Plattform

Florian Burghardt Digital Versicherungen

Die Kfz-Versicherer HDI, Huk-Coburg und LVM planen ein gemeinsames Geschäftsmodell. Dabei soll vorerst die Wertschöpfungskette Mobilität im Mittelpunkt stehen. Wer außerdem davon profitieren soll und wann es losgeht.

Bild: Adobe Stock/Siberian Art

HDI, Huk-Coburg und LVM haben nun erste Details zu ihrer gemeinsamen Kfz-Plattform bekanntgegeben. Der endgültige Name des Projekts soll aber erst später enthüllt werden. Bild: Adobe Stock/Siberian Art

Die Versicherer HDI, Huk-Coburg und LVM machen gemeinsame Sache. Sie entwickeln derzeit ein plattformbasiertes Geschäftsmodell, über das sie nun erstmals informiert haben. Wie es heißt, soll die Plattform, deren Fäden aktuell bei der Prisma Plattform GmbH zusammenlaufen, voraussichtlich noch im kommenden Jahr an den Start gehen.

Zunächst soll es thematisch um die Wertschöpfungskette Mobilität gehen. Alle drei Unternehmen sind aktive Anbieter in der Kfz-Versicherung, wobei die Huk-Coburg – mit rund 13 Millionen versicherten Fahrzeugen der absolute Gigant der Branche – ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt sein dürfte. Allerdings sollen über die Prisma-Plattform keinerlei Versicherungsleistungen angeboten oder vermittelt werden. Dies sei explizit ausgenommen, wird betontr

Vielmehr soll das Modell Firmen aus versicherungsfremden Bereichen anziehen – denkbar sind hier Dienstleistungen wie Ölwechsel oder Hauptuntersuchungen.  Über die Plattform sollen die angeschlossenen Versicherer deren Leistungen dann in ihre eigenen Produkt-, Service- und Dienstleistungsangebote integrieren können. „Den Kunden können dadurch datenbasiert und situativ Leistungen außerhalb des Versicherungskerngeschäfts angeboten werden, die einen hohen Nutzen versprechen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Leads für branchenfremde Unternehmen

Umgekehrt sollen die versicherungsfremden Unternehmen „reichweitenstark neue Leads generieren“ können, wie es auf der noch sehr kahlen Internetseite des Projektteams heißt. Voranbringen soll das Alexander Hund als CEO der Projektgesellschaft. Zuletzt war Hund als Managing Director für die Check24 Vergleichsportal Autoteile GmbH tätig. Die Huk-Coburg-Versicherungsgruppe hatte sich wiederum 2017 von der Zusammenarbeit mit Vergleichsportalen losgesagt und seitdem mehrere Rechtsstreitigkeiten konkret gegen Check24 geführt.

Die drei Versicherer wollen ihr Projekt nicht allein für sich behalten. Ab Mitte 2022 soll die Plattform auch anderen Versicherungsunternehmen zur Nutzung offenstehen. Ob sie Prisma heißen wird ist übrigens noch nicht klar. Der endgültige Name soll erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

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