Fonds Finanz beteiligt sich an Wechselgott

Martin Thaler Digital Berater

Automatischer Vertragswechsel per App – diesen Service bietet das Leipziger Unternehmen Wechselgott seinen Kunden. Die technologische Grundlage hierfür stößt nun auch bei Deutschlands größtem Maklerpool auf Interesse.

Fonds Finanz-Chef Norbert Porazik Bild: Fonds Finanz

Bezeichnet die Beteiligung an Wechselgott als Technologie-Partnerschaft: Fonds Finanz-Chef Norbert Porazik. Bild: Fonds Finanz

Fonds Finanz, Deutschlands größter Maklerpool, beteiligt sich am Vertragsmanager Wechselgott. Einen entsprechenden Bericht des Online-Portals „Finance FWD“ bestätigte eine Unternehmenssprecherin gegenüber procontra.  

Bei einer aktuellen Finanzierungsrunde flossen jetzt durch Fonds Finanz und die Volksbank Mittelhessen insgesamt 5,6 Millionen Euro ins Leipziger Unternehmen, das insgesamt mit 28 Millionen Euro bewertet wird. Wie viel der Summe dabei vom Münchener Maklerpool stammt, wollte Fonds Finanz nicht kommentieren.  

Wechselgott bietet seinen Kunden unter anderem die Organisation ihrer Strom- und Gasverträge an. Dies erfolgt vollautomatisch, indem die Kunden ihr Bankkonto mit der App verbinden. Der Kunde muss auf diese Weise keine Vertragsdaten eintippen, stattdessen erkennt die App aus den Überweisungen an den Energieversorger den Tarif. Bei einem Wechsel kassiert das Unternehmen keine Provision, sondern streicht 20 Prozent der erzielten Ersparnis ein. Mittlerweile vertreibt Wechselgott unter einer Maklerlizenz auch Versicherungen. 

Beteiligung ist "Technologiepartnerschaft"

Grundlage für die automatische Vertragsanpassung ist die sogenannte PSD2-Richtlinie, die 2016 in Kraft trat. Einer der wichtigsten Punkte hierbei: Banken haben seitdem kein Monopol mehr auf die Kontodaten ihr Kunden, sondern müssen vertrauenswürdigen Drittanbietern den Zugang hierzu gewähren.  

Die hierfür zugrundeliegenden Prozesse haben nun offenbar auch das Interesse von Fonds Finanz geweckt. „Insbesondere im PSD2-Umfeld entwickelt Wechselgott weitere Endkunden-Tools und -funktionen, die für die Zukunft bedeutend sind. PSD2 ist stark im Kommen und auch Maklerpools werden zunehmend gefordert, die Kommunikation und Geschäftsprozesse zwischen ihren Vermittlern und deren Endkunden zu ermöglichen, steuern und zu optimieren – hierfür ist PSD2 ein wichtiges Element“, erklärte Fonds-Finanz-Chef Norbert Porazik, der die Kooperation als „Technologiepartnerschaft“ bezeichnete.  

Auch die rund 28.000 bei Fonds Finanz angeschlossenen Makler sollen von der Kooperation profitieren. „Wir stellen ihnen in Zukunft beim Thema PSD2 alle damit einhergehenden Tools zur Verfügung, damit sie sich weiterhin auf das Wesentliche – nämlich der Beratung ihrer Kunden – konzentrieren können“, erklärte Porazik.

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