Finanztest: Kaum gute grüne Fondspolicen

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Wegen der Niedrigzinsen haben immer mehr Berater und Kunden Fondspolicen im Blick. Dabei punkten auch Ökofonds mit guter Rendite, insbesondere wenn Indexfonds in die Policen aufgenommen werden.

Mit den besten Ökofonds bestückte Fondspolicen können sich sehen lassen, insbesondere ETF-Policen, sagt Finanztest. Bild: Pixabay /Geralt Altmann

Mit den besten Ökofonds bestückte Fondspolicen können sich sehen lassen, insbesondere ETF-Policen, sagt Finanztest. Bild: Pixabay /Geralt Altmann

Aus Kundensicht sind Fondspolicen das einzige Lebensversicherungs-Sparprodukt, das in der Niedrigzinsphase Chancen auf eine nennenswerte Realrendite bietet. Auch die Besteuerung bietet Vorteile gegenüber der Direktanlage.

Leider sind die Kosten alles andere als gering: „Der Investmentfonds kostet im Schnitt etwa 2,0 Prozent pro Jahr und die Versicherung in der Regel weitere 1,0 Prozent; da muss bei 3,0 Prozent Inflation schon eine Acht vor dem Komma beim Ertrag stehen, wenn sich die Sache lohnen soll“, sagt Finanzanalytiker Volker Looman in procontra und rechnet Alternativen durch.

ETF-Police oft besser als aktiv gemanagte Fondspolice

Eine Alternative zur Fondspolice mit aktiv gemanagten Fonds ist eine Versicherung, bei der der Anleger selbst bestimmen darf, in welche Fonds das Geld fließt. „ETF kosten zudem pro Jahr ein nur Zehntel der aktiven Investmentfonds, so dass zusammen nur 1,21 Prozent Kostenbelastung anfallen. Da bleibt über die Jahre deutlich mehr Ertrag", weiß Looman.

Ein weiterer Kostenfaktor, der zudem die Anlagefreiheit einschränkt, ist der garantierte Rentenfaktor. Er besagt zu Rentenbeginn, wie viel Rente pro 10.000 Euro Vertragsguthaben der Versicherte garantiert bekommt. „Die Sicherstellung eines hohen garantierten Rentenfaktors ist für die Gesellschaften relativ teuer, da für diese Garantie Kapital zurückzustellen ist“, erklärt Reinhard Klages, Chefredakteur des Marktbeobachters Map-Report.

Garantierter Rentenfaktor ist relativ

Außerdem schränkt ein garantierter Rentenfaktor die Anlagefreiheit deutlich ein. Fondspolicen ohne Garantie sind da freier in der Anlage und damit renditeträchtiger. Das Anlagerisiko trägt jedoch der Kunde. Daher ist es für Makler so wichtig, erfolgreiche Anleger unter den Versicherern herauszufiltern.

Makler schätzen neben der Produktqualität insbesondere die Verständlichkeit des Bedingungswerkes, die Beständigkeit des Tarifwerkes und noch immer auch die Verbindlichkeit von Garantiezusagen. Bei Finanztest ging Ende letzten Jahres in eine Untersuchung der garantierte Rentenfaktor zusammen mit dem Fondangebot des Versicherers noch zu 40 Prozent ins Gesamturteil ein (Kosten zu 40 Prozent, Flexibilität und Transparenz zu 20 Prozent). Sehr gute Angebote fanden die Warentester jedoch nicht.

Optimierer mit Ökofonds

Immerhin: Die Stiftung Warentest hat eine Datenbank „Fondspolicen-Optimierer“ aufgebaut. Damit soll der beste Fonds aus der aktuellen Fondsliste des Versicherers für den gewünschten Tarif ermittelt werden, indem die Warentester dies mit ihrer generellen Fondsbewertung abgleichen. Mittlerweile bieten die meisten Versicherer in ihren Fondsrenten auch ETF an, insbesondere Aktien-ETF.

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