bAV: eVorsorge und Kanzlei Guse vereinfachen Makler-Alltag

Detlef Pohl Berater

Über den Erfolg der bAV entscheiden eine arbeitsrechtlich „saubere“ Versorgungsordnung und die digitale Vertragsverwaltung mit. Das Portal „eVorsorge“ kooperiert dazu mit einer Anwaltskanzlei. Welchen Mehrwert das Firmenkunden und Beratern bringt.

bAV: eVorsorge und Kanzlei Guse vereinfachen Makler-Alltag Bild: AdobeStock/drubig photo

Im digitalen bAV-Portal von eVorsorge Systems können nun auch Versorgungsordnungen durch den Vermittler erstellt und aktuelle bAV-Tarifvertragsdaten abgebildet werden.Bild: AdobeStock/drubig photo

Digitalisierung kann das Werkzeug für mehr bAV-Verbreitung und Kosteneffizienz sein. Firmen wünschen sich vor allem, ihre bAV einfach und effizient zu verwalten. Der Vermittler wird durch Nutzung einer digitalen bAV-Plattform entlastet und informiert zugleich seine Kunden digital. So bekommt er mehr Zeit für die Beratung.

Dabei werden alle Beteiligten mithilfe einer zentralen Technologie-Plattform vernetzt, so dass Information, Beratung, Abschluss, Verwaltung und Überprüfung vereinfacht werden. Zunehmend können auf solchen Plattformen nicht nur bAV-Verträge von einem Anbieter verwaltet werden, sondern von allen gewünschten Gesellschaften.

Versorgungsordnung nur mit Rechtsberater erstellen

Grundsätzlich ist die bAV-Einrichtung und -Verwaltung Sache des Arbeitgebers. Dabei ist primär das Arbeitsrecht zu beachten. Daher kommen selbst spezialisierte bAV-Makler an dem Punkt, wo eine Versorgungsordnung (VO) zu installieren ist, nicht ohne versierten Rechtsberater aus. Auch bAV-Plattformen, die komplexe Anwendungs-, Beratungs- und Verwaltungssysteme anbieten, bauen auf den Vorgaben der VO auf.

Stefan Huber, Geschäftsführer des Software-Anbieters eVorsorge Systems GmbH. Bild: eVorsorge Systems

„Muss aber überhaupt erst eine VO eingerichtet oder eine neue VO erarbeitet werden, geschieht das bislang außerhalb des Systems, da wir selbst keine Rechtsberatung machen“, umreißt Stefan Huber, Geschäftsführer des Software-Anbieters eVorsorge Systems GmbH, der zur V-Data-Gruppe gehört, das Problem der Plattformanbieter. Deswegen startet er Anfang 2022 eine ungewöhnliche Kooperation.

Was Makler von Kooperation eVorsorge/Kanzlei Guse haben

Partner ist die auf Arbeitsrecht und bAV spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei Guse in Hamburg. Inhaber Christian Guse war selbst bei der Gestaltung von zahlreichen bAV-Tarifverträgen beteiligt und hat mit rund 280 bAV-Tarifverträgen vermutlich die größte private digitale Datenbank von bAV-Tarifverträgen in Deutschland aufgebaut.

„Maklern fehlen oft Information aus dem bAV-Tarifvertrag, was zu Falschberatung führen kann“, sagt Guse. Das Problem erübrige sich künftig bei Nutzung der eVorsorge-Module. „Im Rahmen der Kooperation wird auch der Prozess der VO-Erstellung in das System verlagert und lückenlos dokumentiert“, erklärt Huber. Alle erforderlichen Daten würden künftig bei der Anforderung/Beauftragung plausibilisiert abgefragt und sofort an die Kanzlei Guse übermittelt. „Die fertige VO wird über eine Schnittstelle in das eVorsorge-System eingespielt und der Vermittler mittels elektronischen Postfachs und Push-Mail über den Eingang informiert“, so Huber.

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