Rentner erwartet 2022 ein „ordentliches Plus“

Anne Mareile Walter Versicherungen

Wie die Chefin der Deutschen Rentenversicherung mitteilte, können Ruheständler im kommenden Jahr mit einer Erhöhung ihrer Altersbezüge rechnen. Wie hoch diese ausfällt, hänge von der vierten Coronawelle ab.

Rentner Bild: Adobe Stock/SyB

Nach einer Nullrunde im laufenden Jahr können Rentner 2022 mit höheren Bezügen rechnen. Wie hoch die Bezüge ausfallen, hängt vom Ausmaß der vierten Coronawelle ab. Bild: Adobe Stock/SyB

Nach einer Nullrunde im Jahr 2021 können sich die Rentnerinnen und Rentner im kommenden Jahr auf eine Erhöhung ihrer Altersbezüge einstellen. Dies prognostizierte nun die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach. „Ich gehe davon aus, dass die ausgebliebene Erhöhung im kommenden Jahr in gewissem Umfang nachgeholt wird und die Rentner 2022 ein ordentliches Plus bekommen werden“, sagte sie gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Details zur Rentenhöhe stehen im Frühjahr fest

Wie viel höher die Rente dann ausfallen werde, stehe jedoch erst im kommenden Frühjahr fest, fügte Roßbach hinzu. Hierfür müsse die Lohnentwicklung im gesamten Jahr 2021 betrachtet werden. Und aktuell lasse sich noch nicht abschätzen, wie sich die vierte Coronawelle auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt auswirken werde. Bislang sei die gesetzliche Rentenversicherung – was die Einnahmen angeht – jedoch stabil durch die Coronakrise gekommen. Der Grund: Auch auf Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld und Krankengeld habe die Rentenversicherung Beitragszahlungen erhalten.  

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Krise zu einem massiven Konjunktureinbruch geführt. Da Rentenerhöhungen auf Grundlage der Lohnentwicklung des Vorjahres berechnet werden, mussten die westdeutschen Ruheständler in diesem Jahr eine Nullrunde hinnehmen. Im Osten gab es lediglich eine minimale Erhöhung um 0,72 Prozent.

Dabei herrscht große Diskrepanz zwischen den Renten und den Pensionen von Beamten. Wie aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt, belaufen sich aktuell 82 Prozent der gesetzlichen Renten auf weniger als 1.500 Euro. Bei den Bundesbeamten hingegen liegen 95,1 Prozent der Pensionen über 1.500 Euro.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, abonnieren Sie unseren täglichen kostenlosen Newsletter für weitere relevante Meldungen aus der Versicherungs- und Finanzbranche!