Nachhaltig sparen mit 25 – aber wie?

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Ein Finanzanalytiker hat sich mit Sparplänen für das Alter beschäftigt und dabei Fondspolicen mit Index-Policen, ETF und Basisrente verglichen. Die wichtigste Botschaft, die auch Vermittler hören sollten: zum Teufel mit teuren Sparplänen!

Nachhaltig sparen mit 25 – aber wie? Bild: Pixabay/Gerd Altmann

Die Wahl der richtigen Anlageform hängt nicht nur von den persönlichen Präferenzen, sondern auch von Kosten, Steuern und der Lebenserwartung ab, wenn das Rendite-Ergebnis stimmen soll. Bild: Pixabay/Gerd Altmann

„Ein Fondsinvestment ist tausendmal besser als eine Rentenversicherung“, ist sich Finanzanalytiker Volker Looman sicher. Seine Begründung: Das Geld werde breit gestreut und der Kunde behalte die „Lufthoheit“ über sein grünes Geld, schrieb Looman in seiner wöchentlichen FAZ-Kolumne.

Nun legte er mit Tipps für junge Vorsorgesparer nach, die an nachhaltigen Sparverträgen fürs Alter interessiert sind. In besagter Tageszeitung empfiehlt der Experte zunächst die Wahl zwischen „normalen“ Fondspolicen, ETF-Policen, ETF und Basisrenten - alles in grünen Gewändern und „zu Preisen, die nicht von Pappe sind“.

Was 500 Euro jeden Monat nach 40 Jahren bringen könnten

Modellfall für den Vergleich ist ein Mann (25), der bis 65 monatlich satte 500 Euro in Unternehmen investieren will, die nachhaltig, ökologisch und sozial arbeiten, um das Kapital dann im Ruhestand zu verzehren. Der Anleger hat die Hoffnung, mindestens 90 Jahre zu werden, so dass der Zahlungsstrom aus 480 Ausgaben und 300 Einnahmen besteht.

Wie der Blick auf einen Zinsrechner für regelmäßige Sparraten im Internet und der zusätzliche Blick auf den Rechner für einen Entnahmeplan zeigen, beträgt die Rente bei einer Rendite von 3,0 Prozent pro Jahr monatlich etwa 2.165 Euro, und bei einer Verzinsung von 6,0 Prozent pro Jahr sind monatliche Renten von rund 6.053 Euro möglich.

Herkömmliche Fondspolice teuer, aber mit Steuervorteil

Der erste Sparvertrag ist eine Fondspolice. „Der Investmentfonds kostet im Schnitt etwa 2,0 Prozent pro Jahr, und wenn Sie das nicht glauben, dann werfen Sie bitte einen Blick in das Produktinformationsblatt“, so Looman. Dort sind auch die Kosten der Versicherung sichtbar – in der Regel 1,0 Prozent pro Jahr. Addiert man beide Zahlen und zieht die Summe von der erwarteten Rendite ab, ergeben sich bei 3,0 Prozent nach Kosten besagte 2.165 Euro Monatsrente, rechnet Looman vor.

Zur Besteuerung: In der Sparphase fallen keine Abgaben an, aber in der Rentenphase schon. Wer das Kapital verrenten lässt, muss nur den Ertragsanteil der Rente versteuern (mit 65 Jahren: 18 Prozent). Wenn der Anleger im Ruhestand nur 25 Prozent Steuersatz hat, dann lautet die Rechnung laut Looman: 2.165 Euro mal 18 Prozent mal 25 Prozent, was 97 Euro Steuern im Monat bedeutet. Netto bleiben also 2.068 Euro Monatsrente, was einer Rendite von 2,86 Prozent pro Jahr entspricht. „Ein bisschen wenig“, findet der Finanzanalytiker.

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