Makler-Stichprobe: Was bieten Arbeitgeber an bAV-Zuschuss?

Detlef Pohl Berater Zielgruppenansprache Top News

Vergleichszahlen für die Beratung von KMU

Ergebnis der Umfrage, die die Maklerin nicht als repräsentativ, als Durchschnitt oder als Studienergebnis verstanden wissen will: 75 Prozent der erfolgreichsten bAV-Makler gelingt in Sachen bAV eine Durchdringungsquote von über 50 Prozent in der jeweiligen Belegschaft. 89 Prozent der 40 involvierten Unternehmen bezuschussen die Entgeltumwandlung mit mehr als 20 Prozent. Und: 71 Prozent der Unternehmen gewähren einen zusätzlichen AG-Beitrag (rund die Hälfte lässt zusätzlich noch die Umwandlung vermögenswirksamer Leistungen in Betriebsrente zu).

Die Zahlen sind für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von großem Wert, findet die bAV-Expertin, denn: Die KMU-Landschaft ist selten tarifgebunden und flächendeckende, repräsentative Daten zur bAV sind nicht bekannt. „Unternehmer können sich daher durch eine solche Marktrecherche endlich an Vergleichszahlen zum AG-Zuschuss von Betrieben derselben Branche und vergleichbarer Mitarbeiterzahl orientieren und damit den Zufall ausschalten, wenn um eine herausragende Position im ‚War for Talent‘ geht“, so die Maklerin. Für nicht tarifgebundene KMU böten die Ergebnisse handfeste Anregungen, die Mitarbeiterversorgung zu gestalten.

Wie sich hohe bAV-Durchdringung erreichen lässt

Auch für Makler sind die Ergebnisse der Stichprobe unter den besten bAV-Kunden der Teilnehmer erhellend: „Es gibt deutschlandweit KMU, die weitaus mehr bAV-Zuschuss geben als der Gesetzgeber vorsieht“, so Vis-Paulus. Und mehr Zuschuss bedeutet mehr bAV-Nutzer und höhere Beitragssummen, was für den Makler zu höheren Einnahmen führt.

„Die Erfahrungsberichte zeigten eindeutige Erfolgsfaktoren für eine hohe Durchdringung von über 50 Prozent auf, die bei nahezu allen Befragten gleich waren“, berichtet die Maklerin: Zunächst gebe es einen signifikanten AG-Beitrag. Zudem erfolgt in 82 Prozent der Firmen eine Pflichtberatung der Arbeitnehmer bzw. in 85 Prozent der Fälle das Angebot einer Einzelberatung. In 93 Prozent der KMU gibt es einen abgestimmten Prozess bei Neueinstellungen und Austritten. 71 Prozent bieten eine Belegschaftspräsentation zur bAV samt AG-Zuschuss an.

Spannend sind auch die Einzelauswertungen nach Betriebsgröße. So spendieren 45 Prozent der Firmen mit weniger als 50 Beschäftigten laut Stichprobe einen festen AG-Beitrag zwischen 27,50 und 120 Euro pro Monat (Durchschnitt 76: Euro). 90 Prozent geben einen prozentualen Zuschuss zur Entgeltumwandlung zwischen 20 und 100 Prozent dazu (Durchschnitt: 39 Prozent). 55 Prozent geben zusätzlich vermögenswirksame Leistungen für die bAV frei – siehe Grafik.

Die besten Argumente für höheren AG-Zuschuss

Größte Herausforderung im bAV-Geschäft ist die konsequente Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit der bAV für Arbeitgeber, sagen 62,5 der von der BBG befragten unabhängigen Vermittler (und für Arbeitnehmer, meinen 57,9 Prozent). Auch die Beratung von Personalabteilungen zur effizienten bAV-Verwaltung sei eine große Herausforderung, sagen wie im Vorjahr rund 53 Prozent der Berater in der BBG-Studie.

Das bestätigt sich auch in der Stichprobe von Vis-Paulus. Sie bietet überdies konkrete Argumentationshilfen für Makler im bAV-Beratungsgespräch mit dem Arbeitgeber. Hier die meistgenannten Argumente, wie erfolgreiche Makler den höchsten AG-Zuschuss in KMU verhandelt haben:

  • Mitarbeiter erleben signifikant besseres Versorgungsniveau durch den AG-Zuschuss
  • Recruiting-Vorteil, um gute Mitarbeiter am Markt zu bekommen und zu behalten
  • Wertschätzung für Mitarbeiter bis ins Rentenalter
  • Günstigerer Weg als eine Gehaltserhöhung
  • Fairness gegenüber Arbeitnehmern, die so Versorgungslücke schließen können
  • Verbesserung des Firmen- und Sozial-Image
  • Wir können hier nicht mir 15 Prozent Zuschuss anfangen, das zahlen die meisten ohne BRSG heute schon
  • Top-Arbeitgeber haben immer herausragende bAV im Vergleich mit Branchengrößen.

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