Löwen-Juror Frank Thelen startet eigenen Aktienfonds

Martin Thaler Investmentfonds

Kai Diekmann und Dietrich Grönemeyer haben es bereits vorgemacht: Nun wirbt auch Höhle der Löwen-Juror Frank Thelen für einen eigenen Fonds. Der Fokus soll dabei auf Zukunftstechnologien liegen.

Frank Thelen Bild: 10xDNA Capital Partners GmbH

Will auf disruptive Technologien setzen: Frank Thelen. Bild: 10xDNA Capital Partners GmbH

Frank Thelen, Buchautor, Startup-Investor und Juror der Vox-Sendung „Höhle der Löwen“, zieht es an den Kapitalmarkt. Der Tech-Investor startet unter dem Namen „10x DNA – Disruptive Innovation“ einen eigenen Aktienfonds, der insbesondere – der Name lässt es bereits vermuten – auf disruptive Technologien setzen soll.

“Unsere Welt wird sich in den nächsten 10 Jahren durch Technologien wie Künstliche Intelligenz, 3D-Druck und Roboter stärker verändern als in den letzten 100 Jahren. Diese Veränderungen werden zu massiven Werteverschiebungen an den Märkten führen“, teilt Thelen in einer Pressemitteilung mit. Die Erfahrungen, die man in diesem Bereich über Thelens Investmentfirma Freigeist im Venture-Capital-Bereich gesammelt habe, wolle man nun auf den Aktienmarkt übertragen, teilt Thelen in einem Youtube-Video potentiellen Anlegern mit.

Einblick ins Portfolio

Welche Unternehmen in diese Investment-Strategie passen, erklärte Thelen im Gespräch mit dem Handelsblatt, dem er einen Einblick in das Startportfolio seines Fonds gewährte. So finden sich hier unter anderem Werte wie Tesla, der chinesische Tech-Riese Tencent, der Software-Anbieter Palantir oder das Biotech-Unternehmen Fate Therapeutics.  

Um Unternehmen mit entsprechendem Potential möglichst frühzeitig zu erkennen, habe man ein Team zusammengestellt, dass nicht nur aus Kapitalanlageexperten besteht, sondern sich auch aus Physikern, Chemikern und Biologen zusammensetzt, berichtet Thelen.  

Ein Investment sei schon mit geringen Sparbeiträgen möglich, erklärt der Unternehmer. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll es für Privatanleger keine Mindestanlagesumme geben. Die jährlichen Fondsgebühren liegen bei 1,8 Prozent, der Ausgabeaufschlag beträgt drei Prozent. Die Ziele sind ehrgeizig: So spricht Thelen gegenüber dem Handelsblatt von einer Wertverdreifachung in den nächsten vier bis acht Jahren.

Hohes Volatilitätsrisiko

Aufgrund der geringen Anzahl von Positionen im Fonds – Thelen spricht von maximal 30 – unterliegt der Fonds einem hohen Volatilitätsrisiko, was auch Thelen in seinem Video einräumt. Anleger müssten bereit sein, weiter an die vom Fondsmanagement verfolgte Strategie zu glauben, auch wenn es einmal deutlich mit den Kursen bergab gehe. Entsprechend wichtig sei ein längerer Anlagehorizont.

Thelen ist nicht der erste Prominente, der mit seinem Namen für einen Fonds wirbt. In der Vergangenheit hatte beispielsweise der ehemalige Bild-Chefredakteur Kai Diekmann einen „Volksfonds“ auflegen lassen. Auch der Bruder von Herbert Grönemeyer, der Mediziner Dietrich Grönemeyer, wirbt mit seinem Namen für den auf Medizin fokussierten Fonds „Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig“.

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