Homeoffice: Bafin warnt vor Horror-Jobs

Florian Burghardt Panorama

Derzeit kursieren betrügerische Jobangebote für Finanzagenten und Treuhandmanager mit Tätigkeit im Homeoffice. Verbraucher sollen gegen Bezahlung Geldbeträge mit ihrem Girokonto hin und her bewegen. Die Bafin warnt vor solchen Offerten.

Mutmaßliche Betrüger locken derzeit mit Stellenangeboten im Homeoffice. Die Bafin warnt davor, sich auf solche Job-Offerten mit dem eigenen Girokonto einzulassen. Bild: Adobe Stock/kues1

Mutmaßliche Betrüger locken derzeit mit Stellenangeboten im Homeoffice. Die Bafin warnt davor, sich auf solche Job-Offerten mit dem eigenen Girokonto einzulassen. Bild: Adobe Stock/kues1

Während die einen glücklich darüber sind, wieder häufiger ins Büro pilgern zu dürfen, haben die anderen in der Pandemie Gefallen am Homeoffice gefunden. Eine neue Tätigkeit, der man vollständig von zu Hause aus nachgehen kann, mag da verlockend klingen. Doch offenbar ist Vorsicht geboten, wenn derzeit in Stellenangeboten von den folgenden Berufsbezeichnungen die Rede ist:

  • Treuhandmanager
  • Treuhandassistent
  • Transferverwalter
  • Transaktionsverwalter
  • Kundendienstmitarbeiter im Finanzsektor
  • Wertverwalter
  • Helfer Geldtransfer
  • Helfer Transfermanagement
  • Assistent im Währungshandel
  • Supportmanager
  • Support Mitarbeiter im Asset Management
  • Client Trade Analyst

Vor ihnen warnt aktuell die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Mit diesen Jobangeboten würden Personen gesucht, die gegen Bezahlung im Homeoffice und unter Benutzung ihres privaten Girokontos Geldbeträge annehmen und weiterleiten sollen, erklärt die Aufsicht in einem Warnschreiben. Den Betroffenen wird empfohlen, Polizei oder Staatsanwaltschaft über solche Angebote zu informieren.

Firmennamen gekapert

In den betrügerischen Stellenbeschreibungen würde es fälschlicherweise heißen, dass die Bafin derart genutzte Treuhandkonten registrieren und verwalten würde. Die Behörde betont aber, dass dies nicht der Fall ist. Vielmehr könnten sich selbst ahnungslose Verbraucher, die in dieser Form des Treuhandservice agieren, strafbar machen. Auch Rückzahlungsansprüche durch die Personen, von denen das eingezahlte oder überwiesene Geld stammt, seien nicht auszuschließen.

Außerdem würden sich die Betrüger im Internet und in der persönlichen Kommunikation sehr professionell darstellen und mitunter auch die Identität anderer Unternehmen missbrauchen. Laut Bafin ist das bereits bei den deutschen Unternehmen CNH Capital GmbH und CP Vermögensberatung GmbH der Fall. Diese Unternehmen würden aber in keiner Verbindung zu den betrügerischen Stellenangeboten stehen.

Unter anderem würden die privaten Kontoinhaber als Finanzagenten angeworben, um zum Beispiel auch erhaltenes Geld in Bitcoins umzuwandeln. Die Bafin weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Tätigkeit als Finanzagent erlaubnispflichtig nach dem Zahlungsdienstaufsichtsgesetz (ZAG) ist.

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