Diese Versicherungen sind in Ost und West am beliebtesten

Hannah Petersohn Versicherungen Panorama

Auch über drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung gibt es noch wirtschaftliche Unterschiede zwischen neuen und alten Bundesländern. In Sachen Versicherungen nähern sich die Deutschen aber allmählich an. Doch es bleiben Differenzen – besonders beim Thema Altersvorsorge.

Deutsche Einheit: Bundesbürger sind sich beim Thema Versicherungen einig Bild: Adobe Stock/Brad Pict

Gemeinsamkeiten bei der Haftpflicht-Police, Differenzen bei Hausratversicherung und Altersvorsorge - die Deutschen und ihre Versicherungspräferenzen. Bild: Adobe Stock/Brad Pict

In wenigen Tagen wird Deutschland seit 31 Jahren wiedervereint sein. Anlässlich des nationalen Feiertags am 3. Oktober hat der digitale Versicherungsmanager Clark eine Umfrage unter über 1.000 Personen vorgenommen, die zeigt: Beim Thema Versicherungen sind sich die Deutschen fast einig.

Demnach hält mehr als jeder Zweite (67 Prozent) – ganz gleich, ob aus einem neuen oder alten Bundesland – eine private Haftpflichtversicherung für besonders wichtig. Weitere 62 Prozent sehen eine Kfz-Versicherung (Haftpflicht-, Teil- oder Vollkaskoversicherung) als essenziell an. Auch geben über ein Drittel der Befragten (36 Prozent) an, dass ihre bisherigen Erfahrungen mit Versicherungen eher oder sogar überwiegend positiv waren.

Unterschiede bei Hausrat-Policen ...

Bei den tatsächlich abgeschlossenen Versicherungen zeigen sich in den einzelnen Bundesländern allerdings Unterschiede. Ein Beispiel dafür ist die Hausratversicherung: Während gerade einmal jeder Zweite in Baden-Württemberg eine Hausratversicherung abgeschlossen hat, verfügen 74 Prozent der Menschen in Sachsen über eine solche Versicherung. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die höhere Policendichte in Ostdeutschland auch historische Ursachen. Demnach dürften speziell in der Hausrat- und der Unfallversicherung noch einige Verträge der ehemaligen Deutschen Versicherungs-AG der DDR fortbestehen.

Auch bei der Rechtsschutzversicherung gibt es lokale Unterschiede, allerdings unabhängig von der Trennung zwischen Ost und West: So geben nur 29 Prozent der niedersächsischen Befragten an, eine solche Police abgeschlossen zu haben. Derweil hat fast jeder zweite (46 Prozent) Hesse eine Rechtsschutzversicherung.

... und Altersvorsorge

In den alten Bundesländern wird Altersvorsorge großgeschrieben: Fast jeder Dritte (28 Prozent) in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen hat eine klassische Rentenversicherung abgeschlossen. In den neuen Bundesländern wie Brandenburg (13 Prozent) oder Mecklenburg-Vorpommern (11 Prozent) sind diese Altersvorsorgeprodukte noch vergleichsweise wenig verbreitet. Und das, obwohl die Lebenserwartung in Ostdeutschland laut einer Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg deutlich gestiegen ist, was eine kluge Altersvorsorge noch relevanter macht.

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