Schaden/Unfall: Makler sehen großen Umsatztrend in Cyberversicherungen

Detlef Pohl Berater Versicherungen

Die Angebote der gewerblichen Sach- und Haftpflichtversicherer werden von unabhängigen Vermittlern weiter stark nachgefragt. Makler machen damit fast ein Viertel ihres Umsatzes. Welche Versicherer in welchen Sparten vorne liegen.

Die gewerbliche Schadenversicherung bringt fast ein Viertel des Umsatzes für Makler. Dabei wird die Cyberabsicherung wichtiger. Bild: Pixabay/TheDigitalWay

Die gewerbliche Schadenversicherung bringt fast ein Viertel des Umsatzes für Makler bei Firmenkunden. Dabei wird die Cyberabsicherung wichtiger. Bild: Pixabay/TheDigitalWay

Die Bedeutung der Schaden- und Unfallversicherung bleibt in Deutschland überproportional hoch. So lautet das Ergebnis der Studie „Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2021“. Ihr Bedeutung dennoch merklich im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Eine „sehr große Relevanz" und „große Relevanz“ der Sach- Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzsparten sehen aktuell 58 Prozent der freien Vermittler (2020: 63,8 Prozent).

Im Jahr 2019 hatte die Umfrage ergeben, dass 54,8 Prozent der freien Vermittler eine große Relevanz im Gewerbegeschäft sehen. Es zeigt sich: Die Daten schwanken von Jahr zu Jahr. Die 372-Seiten-Studie, an der sich 254 Makler und Mehrfachagenten beteiligt haben, stammt von der der BBG Betriebsberatung und kann für rund 2.677 Euro per E-Mail bezogen werden.

Skurrile Angaben zu Gewerbe- und Privatkundengeschäft

Ihren aktuellen Geschäftsumsatz bestreiten die befragten freien Vermittler zu 24,1 Prozent (Vorjahr: 25,7 Prozent) mit dem gewerblich-industriellen Schaden- und Unfallgeschäft sowie zu 18,5 Prozent (Vorjahr: 21,1 Prozent) mit dem privaten Schaden- und Unfallgeschäft. Damit unterscheiden sich die Daten wie jedes Jahr massiv von der BBG-Studie zum privaten Sach- und Unfallgeschäft, an der aber auch mehr Vermittler teilgenommen hatten. Dort weisen die Makler 36,9 Prozent ihres Umsatzes für das private HUKR-Geschäft (samt Kfz) aus und 14,7 Prozent für das gewerbliche Geschäft.

Den größten Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit der Makler im Gewerbegeschäft haben wie im Vorjahr die Qualität der Produkte, Schadenregulierung, Preis-Leistungs-Verhältnis, das Image des Versicherers und die Tarifflexibilität. Dagegen rücken die zentrale Vertriebsunterstützung und die Abwicklung im Neugeschäft etwas aus dem Blickfeld.

Sicherung und Aufbau der Bestände im Blickpunkt

Als wichtigste Gründe für die hohe Relevanz des Gewerbe-Firmenkundengeschäfts nannten die Makler indirekt Umwälzungen der ganzen Versicherungsbranche. Für 47,5 Prozent waren Bestandssicherung und Bestandsaufbau der wichtigste Grund (Vorjahr: 59 Prozent), gefolgt von veränderter Kundennachfrage (40,7 Prozent nach 46 Prozent im Vorjahr).

Das meiste Geschäft geht laut Studie bei der Betriebs-/Berufshaftpflicht wie im Vorjahr mit weitem Abstand an die VHV, gefolgt von der Allianz, die die R+V auf Rang drei verdrängt hat. Auf den Plätzen in der Gunst der Makler folgen: HDI, Axa, Helvetia, Alte Leipziger, Gothaer, die Haftpflichtkasse und Hiscox.

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