Haftpflichtkasse: Hacker erbeuten mehr Daten als bisher bekannt

Martin Thaler Versicherungen

Ging der Versicherer bislang nur von wenigen abgeflossenen Daten aus, muss er diese Einschätzung mittlerweile korrigieren. Auch personenbezogene Daten sollen von den Cyber-Kriminellen erbeutet worden sein.

Haftpflichtkasse Bild: Haftpflichtkasse

Bei dem Cyber-Angriff auf die Haftpflichtkasse wurden offenbar mehr Daten von den bislang unbekannten Tätern abgezogen als bislang bekannt war. Bild: Haftpflichtkasse

Beim Hackerangriff auf die Haftpflichtkasse sind mehr Daten abgeflossen als bisher bekannt war. Laut Angaben des Versicherers befanden sich unter den Daten, die von den Cyber-Kriminellen abgeschöpft wurden, auch personenbezogene Daten. Das Unternehmen gab bekannt, dass die zuständige Datenbehörde über den aktuellen Stand informiert worden sei, auch betroffene Personen würden kontaktiert.

„Wir bedauern sehr, dass durch den kriminellen Angriff auf die Haftpflichtkasse auch weitere Personen Opfer dieser Machenschaften sind. Leider war nicht auszuschließen, dass die Angreifer rücksichtslos weitermachen“, sagte Vorstandsmitglied Torsten Wetzel.  

Der Roßdorfer Versicherer war Anfang Juli Opfer einer sogenannten Ransomware-Attacke geworden. Bei solchen Angriffen blockieren die Hacker mittels spezieller Software den Zugriff des Unternehmens auf seine eigenen Daten, bis dieses ein Lösegeld bezahlt. Die Haftpflichtkasse beeilte sich zu erklären, auf den Erpressungsversuch nicht eingehen und kein Lösegeld zahlen zu wollen.  

Nachdem insbesondere die Webseite des Unternehmens über Wochen nicht zugänglich war, arbeitet der Versicherer seit Anfang August wieder im Normalbetrieb. „Es war beeindruckend zu sehen, wie alle daran mitgewirkt haben, uns schnell zurückzukämpfen“, lobte Wetzel die Anstrengungen aller Mitarbeiter.  

Neben der Haftpflichtkasse war zuletzt auch das Berliner Altersvorsorge-Fintech Raisin DS Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Auch hier zogen die bislang unbekannten Täter Daten ab, unter anderem Personenstatt- und Kontodaten der Kunden. Über einen Erpressungsversuch ist in diesem Fall bislang aber nichts bekannt.

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