Hacker greifen Altersvorsorge-Startup an

Martin Thaler Versicherungen Top News

Erst die Haftpflichtkasse, nun wurde auch die Raisin Pension Opfer einer Cyber-Attacke. Die Täter erbeuteten offenbar zahlreiche Kundendaten. Das Berliner Unternehmen warnt vor weiteren Betrugsversuchen.

Hackerangriff Bild: Pixabay/The DigitalArtist

Hacker haben beim Berliner Altersvorsorge-Startup Daten abgezogen. Bild: Pixabay/The DigitalArtist

Nachdem zuletzt ein Hackerangriff die Geschäfte der Haftpflichtkasse über Wochen stark beeinträchtigt hatte, meldet nun auch der Berliner Altersvorsorge-Anbieter Raison Pension, vielen noch als Fairr bekannt, eine Cyber-Attacke.  

Das Unternehmen verzeichnete eigenen Angaben zufolge in der vergangenen Woche einen unautorisierten Zugriff auf einen seiner Server. Dabei wurde unter anderem auf personenbezogene Daten zugegriffen. Die bislang unbekannten Täter erbeuteten Personenstammdaten, Bankdaten, weitere Vertragsdaten sowie sogenannte „Hashes“. Aus diesen Daten lassen sich mit technisch hohem Aufwand Kunden-Passwörter rekonstruieren.  

Betroffen von dem Vorfall sind ausschließlich die Kunden der Raisin Pension GmbH, von Kunden der ebenfalls zum Unternehmen gehörenden Zinsplattform „Weltsparen“ wurden indes keine Daten abgezogen.  

Raisin warnt seine Kunden davor, dass die Täter per Anruf beziehungsweise sogenannter Phishing-Mail versuchen könnten, an weitere Daten oder Geld zu gelangen. Erste Versuche seien dem Unternehmen bereits bekannt, heißt es. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass die Täter die erbeuteten Daten zur Täuschung gegenüber Dritten verwenden. Auch könnten sie versuchen, mithilfe der erbeuteten „Hashes“ die Passwörter der Kunden zu ermitteln. Raisin ruft seine Kunden dazu auf, ihre Passwörter zu ändern.  

Keine Gefährdung des Depotvermögens

Weiterhin kooperiert das Berliner Startup mit einem externen Identitätsschutz-Dienstleister. Diesen können Kunden in Anspruch nehmen, wenn sie feststellen, dass ihre Daten von Dritten im Internet missbräuchlich verwendet werden.  

Gleichwohl betont Raisin Pension, dass das Depotvermögen der Kundinnen und Kunden „zu keinem Zeitpunkt gefährdet“ gewesen sei. Die entsprechenden Aufsichtsbehörden habe man informiert, der Vorfall werde zur Anzeige gebracht.            

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