Flutschäden: Versicherer geben Updates

Florian Burghardt Versicherungen

Für immer mehr Versicherer entwickelt sich das Unwettertief „Bernd“ zum größten Schadenereignis ihrer Unternehmensgeschichte. Einige gaben nun ein Update zum Regulierungsverlauf ihrer Hochwasserschäden.

Für immer mehr Versicherer avanciert die von Unwettertief „Bernd“ ausgelöste Flutkatastrophe zum größten Schadenereignis ihrer Unternehmensgeschichte. Bild: Adobe Stock/Gina Sanders

Für immer mehr Versicherer avanciert die von Unwettertief „Bernd“ ausgelöste Flutkatastrophe zum größten Schadenereignis ihrer Unternehmensgeschichte. Bild: Adobe Stock/Gina Sanders

Das Unwettertief „Bernd“ hat Deutschland gewaltig zugesetzt. Mit rund 15 Milliarden Euro Schäden wird allein in Rheinland-Pfalz gerechnet. Der Großteil davon ist offenbar nicht über Versicherungen gedeckt. Denn die letzte Schätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) betrug gut fünf Milliarden Euro an versicherten Schäden für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zusammen.

Dennoch sind auch die Versicherer sehr stark von „Bernd“ betroffen. Die Provinzial hatte vor kurzem mitgeteilt, dass die Flutkatastrophe zum größten Schadenereignis in der Unternehmensgeschichte avanciert sei. Gleiches gab heute die R+V bekannt. So haben die Unwetter bislang für 14.000 Schadenfälle gesorgt, die sich auf eine Summe von 470 Millionen Euro summieren. Laut R+V-Vorstands-Chef Norbert Rollinger sind etwa 70 Prozent aller R+V-Kunden in den Flutgebieten gegen Naturgefahren versichert. Branchenweit liegt der Durchschnitt, laut GDV, nur bei 46 Prozent.

Schon jeder vierte Schaden reguliert

Auch bei der Nürnberger Versicherung spricht man von Superlativen. So sei „Bernd“ für den größten Elementarschaden der Unternehmensgeschichte verantwortlich. Auf 61,5 Millionen Euro belaufe sich die Gesamtsumme bislang, verteilt auf mehr als 6.000 Schadenmeldungen aus den Bereichen Gebäude-, Hausrat- und Kfz-Versicherung. Ein Viertel dieser Schadenfälle habe man bereits abschließend regulieren können, heißt es von Seiten der Nürnberger. In vielen Fällen wären Vorschusszahlungen von mehr als 25.000 Euro geleistet worden. Zudem würden die Ausschließlichkeitsvertreter des fränkischen Versicherers die Schäden direkt vor Ort regulieren.

Wie stark einige der größten Sachversicherer von der Flutkatastrophe betroffen sind (Stand: 06.08.2021) haben wir in der untenstehenden Bilderstrecke zusammengestellt.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, abonnieren Sie unseren täglichen kostenlosen Newsletter für weitere relevante Meldungen aus der Versicherungs- und Finanzbranche!

Gothaer
Nach aktuellem Stand wurden der Gothaer bislang rund 6.350 Schäden mit einem geschätzten Aufwand von circa 194 Millionen Euro gemeldet. Der überwiegende Teil betrifft Elementarschäden aus den Bereichen Sach- und Multiriskversicherungen sowie die Sparte der Kfz-Versicherungen. Betroffenen Versicherungsnehmern wurden bisher 17,7 Mio. Euro an Soforthilfen ausgezahlt. Bild: Gothaer