Branson: „Bafin soll Aufsichtsbehörde von Weltklasse werden“

Florian Burghardt Versicherungen Investmentfonds Sachwerte

Der neue Bafin-Präsident, Mark Branson, hat an diesem Montag seine Arbeit aufgenommen. Nach dem Wirecard-Skandal und anderen Verfehlungen steht die Behörde in der Kritik und ihr neuer Chef unter Druck. Doch der scheut keine ehrgeizigen Ziele.

Der neue Präsident, Mark Branson, will die Bafin zu einer Aufsichtsbehörde von Weltklasse machen. Bild: Finma/Remo Ubezio

Der neue Präsident, Mark Branson, will die Bafin zu einer Aufsichtsbehörde von Weltklasse machen. Bild: Finma/Remo Ubezio

Heute hat Mark Branson seine Arbeit als neuer Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aufgenommen. Damit ist der oberste Chefsessel der Behörde wieder besetzt. Bransons Vorgänger, Felix Hufeld, hatte nach den behördlichen Verfehlungen im Wirecard-Skandal Platz gemacht für eine Reform der in die Kritik geratenen Aufsicht.

Diese wird Branson, der sowohl Schweizer als auch Britischer Staatsbürger ist, vom Büro in Bonn aus leiten. Schon bei Bekanntwerden der Personalie im März war klar: Hier kommt einer, von dem viel erwartet wird. „Aufseher sein ist nicht nur Beruf, sondern auch Berufung“, sagte der neue Bafin-Präsident am Montag zum Auftakt seiner Tätigkeit.

„Aufsichtsbehörde von Weltklasse“

Und damit nicht genug. „Die Bafin soll eine Aufsichtsbehörde von Weltklasse werden“, formulierte Branson ein ehrgeiziges Ziel. Der öffentliche Druck eröffne Chancen, um Veränderungen in der Bafin durchzusetzen, die ansonsten länger gedauert hätten, glaubt er.

Auch die Bundesregierung will die Bafin weiter stärken und ihr, laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz, wieder „mehr Biss“ verleihen. Dass die Behörde die wirklich „bissigen Leute“ überhaupt bezahlen kann, wird allerdings von Experten bezweifelt.

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