Vermögen der Deutschen steigt erstmals über sieben Billionen Euro

Anne Mareile Walter Berater Investmentfonds

Das Geldvermögen der Bundesbürger hat im ersten Quartal 2021 einen Höchststand erreicht: In Investmentfonds floss besonders viel Geld – die Bundesbank registrierte in diesem Anlagesegment Rekordkäufe.

Vermögen Bild: Adobe Stock/zinkevych

Die Deutschen haben in den vergangenen Monaten immer mehr Vermögen angehäuft. Vor allem in Investmentfonds floss Geld. Bild: Adobe Stock/zinkevych

Die Deutschen haben den Sparstrumpf in den vergangenen Monaten offenbar immer mehr gefüllt: Das Geldvermögen der privaten Haushalte ist nach Angaben der Deutschen Bundesbank im ersten Quartal dieses Jahres um 192 Milliarden Euro gestiegen und beträgt jetzt 7.143 Milliarden Euro. Damit überschreitet es erstmals die Marke von sieben Billionen – ein Rekordwert.

Liquide Anlageformen werden bevorzugt

In den Zahlen sind Bargeld, Wertpapiere, Bankeinlagen sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen, nicht jedoch Immobilien, enthalten. Mit gut 2858 Milliarden Euro machten Bargeld und Sichteinlagen, beispielsweise auf Giro- und Tagesgeldkonten, den größten Posten aus. Wegen der aktuellen Niedrig- und Negativzins-Phase verdienen Anleger dort zwar nichts, bei Bedarf kommen sie allerdings schnell an ihr Geld. Mit 47 Milliarden Euro fielen die Zuflüsse in diesem Bereich aber moderat aus.

Dennoch: Nach wie vor präferieren die Deutschen liquide und als risikoarm geltende Anlageformen. Mit gut 2,86 Billionen Euro entfällt nach wie vor der Löwenanteil des Vermögens auf Bargeld, Sicht- und Spareinlagen. Gleichzeitig zeigt sich immer mehr ein wachsendes Renditebewusstsein. So investierten die privaten Haushalte im ersten Quartal rund 25 Milliarden in Investmentfonds – so viel wie nie zuvor. Im Wert von drei Milliarden Euro erwarben die Deutschen zudem Aktien und sonstige Anteilsrechte, ihr Augenmerk lag beim Investieren vornehmlich auf inländischen Unternehmen.