Schaden/Unfall: Wen Makler für Privatkunden favorisieren

Detlef Pohl Berater Versicherungen Top News

Bei ihren Favoriten erwarten die Makler vor allem hohe Produktqualität, soliden Service und faire Schadenregulierung. Das Sach- und Haftpflichtgeschäft dient jedoch auch immer stärker der Bestandssicherung, sagen 65 Prozent der Befragten, nachdem der Provisionsdeckel in der PKV die Einnahmen geschmälert hat und ein solcher Deckel in der Lebensversicherung immer noch nicht vom Tisch ist.

Warum Schaden-/Unfallsparten noch an Gewicht gewinnen

Als wichtigste Gründe für die veränderte Relevanz nannten die Makler indirekt Umwälzungen der ganzen Versicherungsbranche. Neben der Bestandssicherung sind dies eine in SHUKR einfache Handhabung per Maklervollmacht und Deckungsaufgabe, sagen 47 Prozent der Befragten. Auch eine veränderte Kundennachfrage sehen 32 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) als Gründe für die guten Geschäfte im privaten Kompositgeschäft. Veränderte Produkte sind für 28 Prozent der Befragten ein Grund gewesen, das Schaden- und Unfallgeschäft hochzufahren (Vorjahr: 39,5 Prozent). Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen erlaubt.

Ihren aktuellen Umsatz bestreiten die befragten freien Vermittler zu 36,9 Prozent mit dem privaten Schaden- und Unfallgeschäft samt Kfz-Versicherung (Vorjahr: 35 Prozent). Hinzu kommen 14,7 Prozent mit dem gewerblichen Schaden- und Unfallgeschäft. Andere wichtige Umsatzbereiche sind private Vorsorge / Biometrie (24,4 Prozent), Finanzen (6,7 Prozent), PKV (6,5 Prozent) und bAV (6,1 Prozent). 

Hier rechnen Makler mit mehr Umsatz

In den nächsten drei Jahren trauen 53,9 Prozent der befragten Maler den größten Umsatzschub („viel besserer“ oder „eher besserer“ Umsatz) der Wohngebäudeversicherung zu (Vorjahr: 49 Prozent). Hohe Zukunftswerte erreichten auch die Rechtsschutzversicherung (49,3 Prozent) und die Hausratversicherung (41,4 Prozent). Die Cyber-Versicherung wurde von BBG wieder nicht als eigenständige Sparte abgefragt.

Als größte Herausforderungen im privaten Kompositgeschäft sehen fast 57 Prozent der Makler derzeit die Digitalisierung im Allgemeinen an, gefolgt von zunehmender Konkurrenz durch Direktanbieter, Vergleichsportale und InsurTechs (43 Prozent). Auch Bestandssicherung und -aufbau (36,4 Prozent) sowie der Überblick über die Komplexität der Tarife und Bedingungen (36,1 Prozent) werden als Herausforderung empfunden.

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