Lebensversicherung: 5 Entwicklungen, die Mut machen

Martin Thaler Versicherungen Top News

Corona zum Trotz: Der GDV blickt zufrieden auf das Geschäft mit Lebensversicherungen im vergangenen Jahr zurück. Abgesehen von den generellen Entwicklungen lassen sich aus neuen Statistiken einige interessante Trends herauslesen.

Entwicklung Bild: Pixabay/mohamed_hassan

Blickt man auf die Entwicklung der Lebensversicherer im vergangenen Jahr zurück, gibt es einige Entwicklungen, die Mut machen. Bild: Pixabay/mohamed_hassan

Das Jahr 2020 war für die deutschen Lebensversicherer sicherlich kein einfaches: Die Corona-Pandemie sorgte nicht nur dafür, dass für viele Makler die Beratung potentieller Kunden erschwert wurde. Auch die mit der Pandemie einhergehende unsichere finanzielle Situation vieler Menschen ließ befürchten, dass das Thema Altersvorsorge vernachlässigt werden würde.  

Diese Sorgen scheinen – Stand heute – zumindest erst einmal vom Tisch. Laut der aktuellen Publikation „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2021“, die der Versichererverband GDV an diesem Montag präsentierte, verzeichneten die deutschen Lebensversicherer zwar Rückgänge beim Neugeschäft (-9,6 Prozent auf 4,7 Millionen Verträge) und beim Vertragsbestand (- ein Prozent auf 86,3 Millionen Verträge), konnten bei den Bruttobeitragseinnahmen jedoch das gleiche Niveau wie schon 2019 erreichen (103,2 Milliarden Euro). Und auch sonst enthält der aktuelle statistische Überblick einige gute Nachrichten.    

Sinkende Stornoquote  

Zu Beginn der Corona-Krise war unter den Lebensversicherern die Befürchtung groß, dass durch die Krise ausgelöste finanzielle Probleme die Kunden reihenweise zur Auflösung ihrer Lebensversicherungen veranlassen würden. Zahlreiche Versicherer steuerten präventiv dagegen und boten ihren Kunden Beitragsfreistellungen und -stundungen zur kurzfristigen Überbrückung der monetären Schieflage an. Offenbar mit Verfolg: Laut GDV-Zahlen betrug die Stornoquote im vergangenen Jahr 2,55 Prozent – ein historisch niedriger Wert. Im Vorjahr hatte die Quote noch bei 2,68 Prozent gelegen.  

Bereits seit Jahren entwickelt sich die Stornoquote rückläufig. So betrug sie 2009 noch 3,86 Prozent. Im Jahr 2015 lag sie mit 2,86 Prozent erstmals unter der 3-Prozent-Schwelle, um dann über die kommenden Jahr immer weiter abzusinken.  

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