Hausratversicherung: Bochumer Möbelhauskette eifert Ikea nach

Martin Thaler Versicherungen

Zusammen mit der SparkassenDirektversicherung bietet der Möbelhändler nun auch seinen Kunden Hausratversicherungen an. Auch fernab der Einrichtungsbranche gibt es immer mehr Kooperationen zwischen Einzelhandel und Versicherern.

Ökosystem Bild: Adobe Stock/zinkevych

Auch die Möbelhauskette Hardeck setzt auf die Schaffung eines Ökosystems. Bild: Adobe Stock/zinkevych

Die Mitteilung, dass Ikea – zumindest in der Schweiz und zwei asiatischen Ländern – neben Möbeln zukünftig auch Hausratversicherungen an seine Kunden und Kundinnen verkauft, sorgte im vergangenen Jahr für große Aufmerksamkeit.  

Nun gibt es auch in Deutschland ein entsprechendes Modell: So verkündete die Sparkassen DirektVersicherung (S-Direkt) eine Kooperation mit der Möbelhauskette Möbel Hardeck. Das Bochumer Unternehmen betreibt insgesamt fünf Filialen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg sowie einen eigenen Online-Shop und gehört zu den umsatzstärksten Möbelhändlern in Deutschland.  

Die Kunden des Unternehmens können in Zukunft neben Betten, Schränken und Kommoden auch Hausratversicherungen bei dem Möbelhändler abschließen. Damit die eigenen vier Wände einen Wohlfühlfaktor besitzen, brauche es Sicherheit, betonte Dirk Hardeck, Mitinhaber des Unternehmens. „Sicherheit gehört dazu. Versicherungen sind daher nach unserer festen Überzeugung ein elementarer Bestandteil des Ökosystems Zuhause“.  

Der Kooperationspartner S-Direkt bietet den Möbelhaus-Kunden zwei verschiedene Hausrat-Varianten: HausratBasis und HausratPlusProtect, die von den Kunden zudem um zusätzliche Bausteine individuell ergänzt werden können.  

Auch andere Unternehmen und Versicherer setzen zunehmend auf den Vertriebsweg „Ökosystem“. So vertreibt der Hamburger Versicherer HanseMerkur seine Versicherungen über den Kaffeehändler Tchibo, die Deutsche Familien-Versicherung (DFV) gab erst vor Kurzem eine Kooperation mit der Discounter-Kette Lidl bekannt. Und auch bei Ikea bzw. seinem Versicherungspartner Iptiq wird darüber nachgedacht, dass in der Schweiz etablierte Modell nach Deutschland auszuweiten.