Haftpflichtkasse fährt Systeme wieder hoch

Florian Burghardt Versicherungen

Nach dem Hacker-Angriff auf das Versicherungsunternehmen „Die Haftpflichtkasse“ ist dessen grundlegender Geschäftsbetrieb wiederhergestellt. Die Reaktivierung mancher Schnittstellen, die auch für Vermittler relevant sind, steht aber noch aus.

Nach der Ransomware-Attacke, bei der auch personenbezogene Daten gestohlen wurden, hat sich die Haftpflichtkasse größtenteils wieder aufgerappelt. Bild: Haftpflichtkasse

Nach der Ransomware-Attacke, bei der auch personenbezogene Daten gestohlen wurden, hat sich die Haftpflichtkasse größtenteils wieder aufgerappelt. Bild: Haftpflichtkasse

Nachdem die Haftpflichtkasse nun knapp drei Wochen lang an den Folgen eines Hacker-Angriffs zu knabbern hatte, ist der grundlegende Geschäftsbetrieb des Roßdorfer Versicherers jetzt wieder intakt. Darüber informierte das Unternehmen heute in einem Update zur internen Krisenlage.

Wie es heißt, hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun endlich wieder Zugriff auf die Bestandsführungssysteme und könnten Verträge und Schäden bearbeiten. Auf der eingerichteten Notfall-Website diehk.de stehen die notwendigen Dokumente für Schadenanzeigen und Anträge zum Download bereit. Eine Woche nach dem Team des Service-Centers sind nun auch die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter wieder per Mail direkt erreichbar.

„Damit können wir praktisch alle relevanten Geschäftsvorfälle auf Basis aktueller Daten bearbeiten“, sagt Vorstandsmitglied Torsten Wetzel. Komplett wieder hergestellt sind aber noch nicht alle Bereiche. Derzeit werde noch daran gearbeitet, digitale Schnittstellen wie das Vermittlerportal und die eigentliche Homepage (haftpflichtkasse.de) zu reaktivieren.

Kein Lösegeld für Cyber-Kriminelle

Bei der Ransomware Attacke am Wochenende vor knapp drei Wochen hatten die Täter personenbezogene Daten erbeutet. Um welche Daten es sich dabei handle, dazu machte der Versicherer in seinem Update keine Angaben. Vor einer Woche sei man noch mit der Auswertung beschäftigt gewesen.

Für die Entschlüsselung oder Herausgabe der abgezogenen Daten würden Cyber-Kriminelle nicht selten Lösegeld verlangen. In Absprache mit dem Landeskriminalamt wolle man auf solche Forderungen aber nicht eingehen, hieß es dazu von dem Versicherer.

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