Zahnzusatz: Diese fünf Tarife punkten

Anne Mareile Walter Versicherungen Berater

Das Verbraucher-Portal Finanztip hat Zahnzusatzversicherungen unter die Lupe genommen und die zehn leistungsstärksten Tarife miteinander verglichen. Insgesamt fünf Angebote überzeugten die Prüfer dabei.

Zahnarzt Bild: Adobe Stock/JackF

Zahnzusatzversicherungen lohnen sich nur für Patienten, die regelmäßig beim Zahnarzt sind. Bild: Adobe Stock/JackF

Ob Füllungen oder der komplette Zahnersatz – für Zusatzleistungen beim Zahnarzt müssen Patienten schnell tief in die Tasche greifen. Bekanntermaßen übernehmen bei den gesetzlich Versicherten die Kassen nur einen Teil der Kosten. Mehr als 16 Millionen Menschen haben daher in Deutschland eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Welche Versicherer-Angebote in diesem Segment besonders punkten können, hat der Geldratgeber Finanztip nun aufgelistet und empfiehlt folgende fünf Zahnzusatztarife: „ZZ Pro90“ von Huk-Coburg und Huk24, „Plan Z1“ der Generali, „Zahn 85“ der Ottonova sowie „Megadent“ der Halleschen.  

Patienten sollten genau nachrechnen

Insgesamt nahm das Portal 50 Tarife unter die Lupe, die im April von der Zeitschrift „Finanztest“ und dem Analysehaus Franke & Bornberg als sehr leistungsstark beurteilt wurden. Für die Bewertung suchte sich Finanztip von den leistungsstärksten Tarifen die zehn günstigsten heraus und nutzte dafür den von „Finanztest“ ausgewiesenen Durchschnittsbeitrag. Verglichen wurden schließlich die Leistungen der einzelnen Versicherer in den Bereichen Zahnersatz, Zahnbehandlung und allgemeine Versicherungsbedingungen. Dabei floss die Kategorie „Zahnersatz“ mit 60 Prozent Gewicht in die Gesamtbewertung ein, die Kategorie „Zahnbehandlung“ mit 30 Prozent und die Kategorie „Allgemeine Vertragsbedingungen“ mit zehn Prozent.  

„Eine leistungsstarke Zahnzusatz-Versicherung kostet schnell 300 Euro im Jahr oder mehr. Ob sich das wirklich lohnt, hängt stark davon ab, ob Betroffene in Zukunft viel und hochpreisigen Zahnersatz benötigen“, erklärte Finanztip-Versicherungsexpertin Julia Rieder. Daher sollten Patienten nachrechnen, was für sie günstiger ist: Sich zu versichern oder für kommende Behandlungen Geld auf die Seite zu legen. Damit sich eine Versicherung tatsächlich lohnt, müssten Versicherte im Schnitt alle sechs bis sieben Jahre eine Implantat-Behandlung in Anspruch nehmen. Wird eine größere Zahnbehandlung aber nur ab und zu fällig, sei es meist günstiger, Geld zurückzulegen – beispielsweise auf einem Tages- oder Festgeldkonto. Demnach sei es nur für Menschen sinnvoll, eine Versicherung abzuschließen, die regelmäßig behandelt werden und dabei nicht auf teuren Zahnersatz verzichten wollen, urteilt Finanztip.