Neue Krankenzusatzversicherungen und eine Maklerbefragung

Martin Thaler Berater Produkte & Personalien Versicherungen

Krankenzusatzversicherungen boomen – wenig verwunderlich also, dass die Versicherer mit neuen Tarifen an den Start gehen. Während die Hallesche eine neue Krankengeldpolice im Angebot hat, setzt der Münchener Verein auf stationäre Krankenhauszusatzversicherungen. Eine neue Hausratpolice hat derweil die Universa im Angebot.

Produkte & Personalien

Mehrere Versicherer bieten neue Angebote aus den Bereichen Krankenzusatz- und Hausratversicherungen.

Die Hallesche hat ihre Krankengeldversicherung überarbeitet: Vereinfacht und digitalisiert hat der Versicherer dabei die Risikoprüfung und die Leistungserstattung. Die Gesundheitsfragen bei Abschluss des Vertrages sind kurzgefasst: Nur Größe, Gewicht und Arbeitsunfähigkeit in den letzten zwei Jahren werden abgefragt. Sobald der Sozialversicherungsträger beginnt, das Ausfallgeld zu zahlen, erstattet die Hallesche die vereinbarte Leistung. Es genügt, über eine digitale Schnittstelle die Krankmeldung und die Krankengeldbescheinigung hochzuladen.

Die Hallesche verzichtet darüber hinaus auf die Karenzzeit – laut Angaben des Versicherers sei dies ein Alleinstellungsmerkmal am Markt. Während andere Produkte erst nach sechs Wochen zahlen würden, erstattet die Hallesche bereits, wenn auch die GKV leistet. Dies sei bei einer Organspende oder dem Krankgeld wegen eines erkrankten Kindes der Fall.  

Münchener Verein mit neuer Krankenhauszusatzversicherung

Der Münchener Verein erweitert sein Portfolio im Bereich der Krankenzusatzversicherungen mit einer neuen stationären Krankenhauszusatzversicherung namens „KlinikGesund“. Diese wird in den Tarifen Premium und Komfort angeboten, für die es jeweils zwei Beitragsvarianten gibt.

Die „Super-Günstig-Variante“ ist insbesondere für jüngere Personen gedacht. Alterungsrückstellungen sind hier nicht kalkuliert, daher erhöht sich der Beitrag in vordefinierten Altersschritten. Bei der „Anspar-Variante“ wird ein Teil der Beiträge in Form von Alterungsrückstellungen angelegt. Die Kunden zahlen zu Beginn etwas mehr, in der Folge steigen die Beiträge nicht allein durch das Älterwerden. Wer sich am Anfang für die „Super-Günstig-Variante“ entscheidet, kann später in die „Anspar-Variante“ ohne erneute Gesundheitsprüfung bei gleichem Leistungsumfang wechseln. Alle Tarife bieten Wahlleistungen für eine privatärztliche Behandlung. Es gibt keine Wartezeit.  

Der Premium-Tarif bietet die Kostenerstattung für ein 1- oder 2-Bett-Zimmer. In allen Tarifen umfasst die ärztliche Leistung auch die stationäre psychotherapeutische Behandlung ohne Begrenzung der Behandlungstage. Im Rahmen der ärztlichen Leistungen werden im tariflichen Umfang auch die Kosten für die Anschlussheilbehandlung und die teilstationäre Behandlung übernommen. Die KlinikGesund-Tarife inkludieren auch Komfort-Leistungen: Erstattet werden Kosten für verbesserte Verpflegung durch das Krankenhaus sowie Bereitstellungskosten für Telefonanschluss, WLAN, Radio und TV.  

Zudem werden den Versicherten kostenfreie Gesundheitsservices zur Verfügung gestellt, wozu unter anderem ein Klinik-Such-Service, ein Zweit-Meinungs-Service sowie ein Case-Management bei bestimmten schweren Erkrankungen gehört.    

Policen Direkt befragt Makler

„Zwingt der Digitalisierungsdruck Versicherungsmakler zur Aufgabe?“ Dieser Frage widmet sich das diesjährige Maklerbarometer des Zweitmarkthändlers Policen Direkt. Auch Versicherungsmakler spüren, dass ihr Geschäftsmodell wie der Rest der Gesellschaft vom digitalen Wandel herausgefordert wird“, erklärt Policen-Direkt-Geschäftsführer Dr. Philipp Kanschik. „In vielen Gesprächen finden wir Versicherungsmakler jenseits ihrer Belastungsgrenze. Die COVID-19-Krise ist nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Wir sind uns sicher, dass sich hier in relativ kurzer Zeit mit den Ansprüchen der Kunden auch der Digitalisierungsdruck drastisch erhöht hat."  

Im aktuellen Maklerbarometer werden Vermittler unter anderem dazu befragt, wo die Belastungen im Büro besonders groß sind und wo sie sich Unterstützung und Freiräume wünschen. Zudem werden Makler gefragt, ob ein Ausstieg bereits geplant ist und wie und womit Makler ihren Ruhestand bestreiten wollen. Makler, die sich beteiligen möchten, können das hier tun.

Universa lanciert neue Hausratversicherung

Die Universa hat mit der „Flexxhome“ eine neue Hausratversicherung auf den Markt gebracht. Diese wird in den drei Absicherungsvarianten „easy“, „allround“ und „best“ angeboten. Generell gilt eine Höchstentschädigungsgrenze von 500.000 Euro. Eine genaue Wertermittlung des Hausrates entfällt, zur Prämienberechnung reicht die Angabe der Wohnfläche aus.  

Der easy-Tarif umfasst Leistungen wie Überspannungsschäden, durch Blitz, Nutzwärme-, Rauch- und Rußschäden, Hagelschäden ohne Sturmereignis, Mehrkosten durch Technologiefortschritt, Datenrettungskosten und Smart-Home-Komponenten. Zudem ist eine Innovationsgarantie enthalten, durch die künftige Bedingungsverbesserungen ohne Mehrbeitrag automatisch mitversichert sind. Bei der allround-Deckung sind darüber hinaus auch Trickdiebstahl, Seng- und Schmorschäden, Sturmschäden ohne Mindestwindstärke, Kosten für erforderliche Mietgeräte sowie grobe Fahrlässigkeit mitversichert.  

Das best-Paket umfasst darüber hinaus Leistungen wie Nässeschäden durch Regen- und Schmelzwasser, Plansch- und Reinigungswasser, Reisegepäckschutz, Schäden durch Stromausfall, Kurzschluss und Stromschwankungen sowie Mehrkosten für energieeffizientere Geräte. Zudem gibt es eine Besitzstandsgarantie und Summen- und Konditionsdifferenzdeckung. Durch sie besteht bereits ab Antragsstellung für die besseren Leistungen Versicherungsschutz, auch wenn der Beginn aufgrund von Kündigungsfristen bei der Vorversicherung erst später ist. Aufgestockt werden kann der best-Tarif um eine Best-Leistungs-Garantie, durch die alle Schäden erstattet werden, die bei einem anderen Versicherer am deutschen Markt versicherbar gewesen wären. Zudem kann mit „All-Risk“ eine Allgefahrendeckung gegen weitere unerwartete Gefahren eingeschlossen werden.  

Darüber hinaus lassen sich sechs optionale Leistungsbausteine und drei Selbstbeteiligungsstufen (150, 300 oder 500 Euro je Schadenfall) vereinbaren. Neben einem Haus- und Wohnungsschutzbrief können auch Elementargefahren, Glasbruch sowie Fahrraddiebstahl versichert werden. Neu aufgenommen wurde ein Vollkaskoschutz für Fahrräder. Über den Baustein Home-Plus ist der dauerhafte Hausrat auch außerhalb der Wohnung, zum Beispiel in einer Ferienwohnung, im Gartenhaus eines Schrebergartens, im Lagerraum (Selfstorage-Anlage) sowie im Wohnwagen versichert.