Lidl und Deutsche Familienversicherung machen gemeinsame Sache

Martin Thaler Versicherungen Top News Meistgeklickt

Das Einbetten ihrer Angebote in bestehende Ökosysteme hat für die Versicherer zahlreiche Vorteile. So machen sie sich durch die Schaffung neuer Vertriebskanäle unabhängiger von der Marktmacht der großen Vergleichsportale, die bereits dem einen oder anderen Versicherer Sorgen bereitet. Zudem entfallen für den Versicherer sämtliche Aquisitionskosten – er profitiert stattdessen vom Kundenbestand seiner Partner.  

Zudem, so erklärt der Versicherungsexperte Dr. Robin Kiera, bietet die Ökosystem-Integration den eher als unbeliebt geltenden Versicherern die Möglichkeit, von den womöglich positiv besetzten Marken ihrer Partner zu profitieren und etwas von derem positivem Image auf sich selbst zu übertragen.  

Immoscout kooperiert mit Iptiq

Eine weitere Übereinkunft gaben diese Woche auch das Immobilienportal Immoscout24 und die Swiss-Re-Tochter Iptiq – die auch hinter der Ikea-Versicherung steckt – bekannt. So bietet Iptiq den Immoscout-Kunden in Zukunft eine digitale Mietausfallversicherung an, mit der sich Vermieter und Vermieterinnen gegen Mietausfälle aus neu abgeschlossenen Mietverhältnissen bis zu einer Höhe von 10.000 Euro absichern können.  

"Dank der nahtlosen Integration unseres Produkts ins digitale Ökosystem von ImmoScout24 können sich Kunden direkt online im Vermietungsprozess gegen das Risiko eines Mietausfalls absichern”, begrüßte Iptiq-CEO Andreas Schertzinger die Kooperation. Auch diese verspricht viel Potenzial: So verfügt Immoscout laut eigenen Angaben über knapp 14 Millionen Nutzer. Gut möglich, dass diese in Zukunft sich über das Portal nicht mehr nur gegen Mietausfälle, sondern auch gegen andere Immobilien-bezogene Risiken absichern.

Seite 1: Lidl und DFV kooperieren
Seite 2: Ikea-Versicherer schließt neue Kooperation