Das sind die besten Grundfähigkeitsversicherungen

Martin Thaler Berater Top News Versicherungen

Der Markt der Grundfähigkeitsversicherungen boomt: Die Zahl der Tarife und Tarifoptionen wird immer umfangreicher, was dem Vermittler die Arbeit nicht leichter macht. Nun hat das Analysehaus Morgen & Morgen die am Markt verfügbaren Tarife einem Test unterzogen.

Jubel Bild: Pixabay/geralt

Viele der am Markt verfügbaren Grundfähigkeitstarife können überzeugen. Bild: Pixabay/geralt

Die Absicherung der Arbeitskraft ist für viele Deutsche noch immer kein „must have“, vielmehr wird eine Berufsunfähigkeit von einem Großteil der Menschen als nicht notwendig eingeschätzt. Diese fragwürdige Einstellung offenbarte vergangene Woche eine Umfrage, die der Versicherer Swiss Life in Auftrag gegeben hatte.  

Allerdings: 40 Prozent derjenigen, die eine BU-Versicherung als nicht sinnvoll bezeichneten, taten dies aus dem Grund, sich die insbesondere für bestimmte Berufsgruppen recht teuren Policen nicht leisten zu können. Alternativen sind gefragt. Viele Versicherer bewerben die Grundfähigkeitsversicherung als solche. Der Versicherungsschutz ist hier deutlich günstiger, gezahlt wird auch dann, wenn der Versicherungsnehmer seinem Beruf weiter nachgehen kann. Als „BU light“ sollte die Grundfähigkeitsversicherung dennoch nicht gegenüber dem Kunden angepriesen werden, mahnt Makler Philipp Wenzel. Denn die Grundfähigkeitsversicherung zielt nicht primär auf die Sicherung des Einkommens ab, sondern versichert einzelne körperliche Fähigkeiten.  

Größtmögliche Schnittmenge herstellen

Makler sollten bei der Beratung folglich darauf achten, dass die Schnittmenge aus den versicherten Grundfähigkeiten mit der konkreten beruflichen Tätigkeit des Versicherungsnehmers möglichst groß ausfällt, rät Wenzel. Dabei steht Maklern ein immer größeres Tarifangebot zur Verfügung, wie das Analysehaus Morgen & Morgen nun ermittelte. Während im vergangenen Jahr „lediglich“ 53 Tarife und Tarifkombination zur Auswahl standen, betrug deren Anzahl in diesem Jahr bereits 78 – eine Entwicklung, die vollkommen konträr im Bezug zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung verläuft.  

Das macht die Beratung nicht unbedingt leichter – denn bei vielen Anbietern unterscheiden sich die Bedingungen stark. So leistet ein Tarif bereits bei dem Verlust einer Hand, ein anderer erst dann, wenn beide Hände nicht mehr einsatzfähig sind.  

„Der Verlust der konkreten Fähigkeit als Auslöser spitzt den Moment der Leistung stärker zu, als es bei der BU oder der EU der Fall ist. Bei der Grundfähigkeitsversicherung liegt damit die Kunst in der individuellen Betrachtung der Fähigkeiten. Das heißt, was muss der Versicherungsnehmer können, um seinen Beruf auszuüben und wie muss es im Bedingungswerk des Tarifs exakt verankert sein“, verdeutlicht auch noch einmal Andreas Ludwig, Bereichsleiter Rating & Analyse bei Morgen & Morgen, die Herausforderung für den Vermittler.  

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