Geht es nur mit einem bAV-Obligatorium?

René Weihrauch bAV Berater

Was wäre eigentlich so schlimm an einer betrieblichen Altersversorgung als Pflichtversicherung? Und was müssten Versicherer und Vermittler tun, um ein Obligatorium zu verhindern? Auf diese Fragen von procontra-Chefredakteur Matthias Hundt antwortet Ute Thoma, Leiterin Betriebliche Vorsorge Vertrieb bei die Bayerische, im Klartext-Interview am 19.05. ab 10:00 Uhr.

bAV als Pflichtversicherung – das einzige Mittel gegen die Stagnation? Bild: Adobe Stock/OlgaStrelnikova

bAV als Pflichtversicherung – das einzige Mittel gegen die Stagnation? Ute Thoma von die Bayerische bezieht im Interview klar Stellung dazu. Bild: Adobe Stock/OlgaStrelnikova

Sozialpartnermodell, betriebliche Altersvorsorge als Obligatorium, Weiterentwicklung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes – Themen rund um die bAV sind derzeit so spannend wie selten zuvor. Mit Ute Thoma trifft eine ausgewiesene Expertin im Klartext-Interview des 3. profino Kongresstages auf procontra-Chefredakteur Matthias Hundt. Das Gespräch beginnt um 10:00 Uhr. Wer sich jetzt schon anmeldet, macht garantiert keinen Fehler. Vielleicht dienen die Fragen, die wir Ute Thoma vorab stellen konnten, ja schon einmal als kleiner Appetithappen.

profino: Frau Thoma, Sie lehnen die bAV als Obligatorium ab. Warum?

Ute Thoma: Ich lehne ein Obligatorium nicht ab – es ist ja nun mit dem Sozialpartnermodell Realität. Es gibt nur bessere Möglichkeiten, da ein Obligatorium nie die individuellen Bedürfnisse des Arbeitgebers oder Arbeitnehmers berücksichtigen kann. Es ist immer ein Kompromiss.

profino: Wie meinen Sie das?

Thoma: Ein lediger 20-jähriger Arbeitnehmer hat andere Bedürfnisse als ein 50-jähriger Familienvater. Zudem ist das Sozialpartnermodell, bei dem sich ja auf Tarifvertragsebene geeinigt werden muss, ein Mammutprojekt. Die Erfahrung zeigt, je größer Projekte sind, umso länger benötigt deren Umsetzung und umso unwahrscheinlicher kann dann deren Umsetzung auch werden.

profino: Was kritisieren sie noch?

Thoma: 56 Prozent der Beschäftigten unterliegen keinem Tarifmodell. Für diese bringt das Sozialpartnermodell dann leider nichts. Sinnvoller und schneller von der Umsetzung her wäre es gewesen, innerhalb der Betriebe Obligatorien verpflichtend einzuführen. Dieses hätte für eine sehr schnelle Verbreitung und Akzeptanz geführt.

Auf Ihrem Weg zum bAV-Experten werden Sie auch die weiteren Programmpunkte des dritten Kongresstages einen großen Schritt weiterbringen. Longial-Geschäftsführer Michael Hoppstädter stellt in seiner Keynote ab 10:15 Uhr aktuelle Gesprächsansätze zur betrieblichen Altersvorsorge vor. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ lautet sein vielsagendes Motto. Mit Martin Großmann und Christian Rill laden Sie ab 11:00 Uhr zwei herausragende Fachleute zu einem hochinteressanten Webinar-Workshop ein. „bAV: Lohnt sich die Auslagerung in einen Pensionsfonds?“ Dieser Frage gehen die LV-1871-Experten anhand vieler anschaulicher Praxisbeispiele auf den Grund. Profitieren Sie als Makler von der Expertise dieser bAV-Profis und melden Sie sich jetzt online an – natürlich wie immer kostenfrei!

Weitere Inhalte des dritten Kongresstags waren:

Möchten Sie sich direkt zum profino Kongress anmelden oder mehr zu den Teilnehmern und Themen erfahren, dann finden Sie hier alle Informationen.