Das sind die 5 Forderungen des BVK an die Politik

Martin Thaler Berater Top News

4.)   Kapitalgedeckte Altersvorsorge reformieren  

Auch der BVK reiht sich ein unter diejenigen, die eine Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge fordern. Dass diese überarbeitet werden muss, ist eigentlich allen Parteien bewusst – nur getan hat sich in der bestehenden Legislaturperiode nichts. Der BVK nimmt die zuletzt häufig angezählte Riester-Rente dabei in Schutz: Grundsätzlich sei diese ein gutes Finanzinstrument zum Aufbau der kapitalgedeckten Altersvorsorge und benötige folglich keine „massiven Einschnitte“.

Dennoch muss die Riester-Rente reformiert werden, auch weil große Teile der Bevölkerung mittlerweile das Vertrauen in diese verloren haben. Der BVK, der dazu aufruft, die Expertise der Vermittlerschaft stärker in den Reformprozess einfließen zu lassen, spricht sich in diesem Zusammenhang unter anderem für eine Lockerung der Bruttobeitragsgarantie und eine schlankere Verwaltung aus. Mit einer einheitlichen Verwaltungsplattform mit Schnittstelle zur Zulagenstelle könnten aus Sicht des BVK nicht nur die Prozesse vereinfacht, sondern auch Verwaltungskosten gespart werden.  

Die Expertise der Vermittler sollte zudem auch in die geplante Altersvorsorgepflicht für Selbstständige fließen – ebenfalls ein Thema, für das in der bestehenden Legislaturperiode keine Lösung gefunden wurde. Der BVK spricht sich hier für eine Opt-out-Lösung aus, „insbesondere dann, wenn der Abschluss eines Basisrentenvertrags (Rürup-Rente) nachgewiesen wird“.  

Reformbedarf bestehe zudem bei der Pflege. Diese lasse sich nicht mehr über das bestehende Umlagesystem finanzieren, eine Bürgerversicherung wird vom BVK jedoch abgelehnt. Stattdessen plädieren die Vermittlervertreter für eine Stärkung der eigenverantwortlichen Gesundheits- und Pflegevorsorge.  

5.)   Mehr Nachhaltigkeit als Chance nutzen  

Auch für den BVK gilt Nachhaltigkeit als Zukunftsthema, das von immer mehr Kunden auch aktiv nachgefragt werden. Dennoch gibt es aus Sicht des BVK Anpassungsbedarf, insbesondere mehr Transparenz und eine stärkere Förderung seien wünschenswert. Beim Thema Vergütungen fordert der BVK, „statt Bonifikationen auf Basis von Vertriebssteuerungen bei Exklusivvertrieben zur Kompensation eine Anpassung der Provision oder Courtage verteilt auf die Laufzeit zur Erhöhung der Nachhaltigkeit“ umzuschichten.

Seite 1: Mehr Wertschätzung für Vermittler
Seite 2: Dringender Reformbedarf