Das sind die 5 Forderungen des BVK an die Politik

Martin Thaler Berater Top News

Die Bundestagswahl im Herbst gilt als Richtungswahl – auch für Versicherungsvermittler. Nun hat der Vermittlerverband BVK einen Leitantrag formuliert, der die dringendsten Anliegen seiner Mitglieder zusammenfasst.

Bundestag Bild: Pixabay/marconst

Insgesamt 5 Forderungen hat der BVK an die Politik formuliert. Bild: Pixabay/marconst

Viel zu tun gibt es aus Sicht des Vermittlerverbands BVK für die Politik – zugleich wünschen sich die Vermittler aber auch, dass das politische Berlin bei manchen Themen regulatorisch erst einmal kürzer treten sollte. Insgesamt fünf Forderungen hat der BVK in einem Leitantrag anlässlich seiner Jahreshauptversammlung in der vergangenen Woche in Richtung Politik formuliert und damit die aus seiner Sicht wichtigsten Probleme adressiert. Ein Überblick:  

1.)   Anerkennung des sozialpolitischen Auftrags der Vermittler  

Wenn in der Politik Versicherungsvermittler das Thema sind, geht es in der Regel um zu hohe Abschlusskosten. Misstrauen schwingt mit, dabei erfüllt der Berufsstand laut BVK einen wichtigen sozialpolitischen Auftrag: Die Beratung der Kunden bei der Absicherung von Lebensrisiken und zur auskömmlichen Altersberatung. Ein Auftrag, der in Corona-Zeiten noch einmal an Bedeutung gewonnen hat, argumentiert der BVK und verweist zugleich auf die schwierige wirtschaftliche Situation des vergangenen Jahres, geprägt von Kontakteinschränkungen und Umsatzrückgängen. Gleichzeitig fehle es aus der Politik aber an Wertschätzung, die der BVK jedoch einfordert.  

2.)   Entbürokratisierung  

Statt dem Berufsstand die erwünschte Wertschätzung entgegenzubringen, greift die Politik in die Regulierungskiste. Die Einführung eines Provisionsdeckels für Lebensversicherungen und die Übertragung der Aufsicht für 34f-Vermittler an die BaFin gelten als weitere befürchtete regulatorische Verschärfungen, die von Seiten der Vermittler abgelehnt werden. „Die Überregulierung hat ein bürokratisches Ausmaß erreicht, welches für die Vermittlerbetriebe kaum noch zu bewältigen und immer weniger nachvollziehbar ist“, heißt es im Leitantrag des BVK. Statt regulatorisch weiter die Daumenschreiben anzuziehen, wünscht sich der Vermittlerverband den entgegengesetzten Weg: weniger Bürokratie für Vermittler.  

3.)    Regulierungsmoratorium  

Im direkten Zusammenhang mit den ersten beiden Themen steht der Wunsch nach einem Regulierungsmoratorium – zumindest bis die bestehenden Regeln evaluiert worden sind. „Die Vermittler brauchen dringend wieder Luft zum Durchatmen“, heißt es im BVK-Leitantrag, der einen Verzicht neuer Regeln und Bestimmungen fordert, bis der Evaluationsbericht zur Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD vorliegt. Mit diesem wird gegen Ende des Jahres gerechnet.  

Seite 1: Mehr Wertschätzung für Vermittler
Seite 2: Dringender Reformbedarf