Arbeitskraftabsicherung: Wen Makler bevorzugen

Detlef Pohl Berater Versicherungen Top News

Eine neue Studie benennt die Favoriten der Makler bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, bei Verlust von Grundfähigkeiten und für den Fall schwerer Krankheiten. Auf welche Leistungskriterien und Services es Maklern dabei besonders ankommt.

Der lückenlose Übergang zwischen Krankentagegeld und BU-Leistung ist Maklern so wichtig, damit niemand verarmt. Bild: Pixabay/Frantisek Krejci

Der lückenlose Übergang zwischen Krankentagegeld und BU-Leistung ist Maklern bei der Arbeitskraftabsicherung so wichtig, damit niemand verarmt. Bild: Pixabay/Frantisek Krejci

Kürzlich veröffentlichte der Map-Report sein neues „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeitsversicherer“ und attestierte sechs Anbietern eine hervorragende Aufstellung: LV 1871, Allianz, Swiss Life, Hannoversche, Continentale und Volkswohl Bund. Im Vorjahr hatten sieben Versicherer herausgeragt, darunter die diesmal abgefallenen Gesellschaften AachenMünchener, Ergo Vorsorge, Nürnberger und Stuttgarter.

Traditionell stützt sich der Map-Report auf BU-Stabilitätsuntersuchungen des Analysehauses Franke und Bornberg, zu dem der Map-Report inzwischen gehört, und auf dessen BU-Unternehmensrating, an dem kürzlich nur vier Anbieter teilnahmen, die allesamt die Höchstnote bekamen: Ergo Vorsorge, Generali Deutschland, HDI und Nürnberger.

Die Studie „BU/Arbeitskraftabsicherung 2021“ der BBG Betriebsberatung hat nun die Qualität der Versicherer aus Sicht der Makler untersucht und deren Favoriten ermittelt. Gemessen wurde nach insgesamt 14 Leistungskriterien aus den Bereichen Unternehmensführung, Produktmanagement, Vertriebsunterstützung und Abwicklungsservice. Mitgemacht hatten 568 unabhängige Vermittler, davon 85 Prozent Versicherungsmakler, die es im Schnitt auf 250.000 Euro Jahresumsatz bringen.

Die wichtigsten Leistungskriterien aus Maklersicht

Wichtigstes Leistungskriterium ist Maklern demnach die Produktqualität der Gesellschaft, gefolgt von der Abwicklung im Leistungsfall sowie der Tarifflexibilität. Abwicklung und Flexibilität haben gegenüber dem Vorjahr deutlich aufgeholt, während Preis-Leistungs-Verhältnis und Finanzstärke in der Einordnung der Makler leicht nach hinten rutschten. Erstaunlich: Weiter unwichtig werden die Courtageausgestaltung, Angebotsrechner und Vertriebsunterstützung eingeschätzt.

Mit weitem Abstand dominieren BU-Policen den Umsatz der Makler im Bereich Arbeitskraftabsicherung (wie im Vorjahr 96 Prozent). Es folgen dann Grundfähigkeitsversicherung mit 49,7 Prozent (2020: 48,9 Prozent), Dread-Desease-Versicherung mit 31 Prozent (2020: 33 Prozent), BUZ-Rente mit 31 Prozent (2020: 33 Prozent) und BUZ-Policen mit reiner Beitragsbefreiung (26,1 Prozent; 2020: 29,5 Prozent), wobei Mehrfachnennungen erlaubt waren. Multi-Risk-Policen rangieren wieder am Ende, auch Pflegerenten (15,7 Prozent) und Erwerbunfähigkeitspolicen (17,1 Prozent) stagnieren.

BU-Anbieter mit dem höchsten Umsatz bei Maklern

Den meisten Umsatz aufgrund der individuell gewichteten Leistungskriterien machen Makler in der BU-Versicherung unverändert mit Alte Leipziger, gefolgt von Nürnberger und Swiss Life. Auf den nächsten Plätzen: Volkswohl Bund, LV 1871 und Allianz. In der Dread-Desease- bzw. Multirisk-Versicherung ist unter nur acht gelisteten Gesellschaften weiter Canada Life der Liebling der Makler, gefolgt wieder von Nürnberger und Zurich. Auf den weiteren Plätzen: Volkswohl Bund und Swiss Life.

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