Plattform-Lösungen: Was hat der Makler davon?

Detlef Pohl Digital Berater Top News

Jetzt folgt mit der Provinzial Versicherungsgruppe und deren rund 120 Sparkassen der nächste große Schritt: Über ein gemeinsames Joint Venture soll auf Basis der JDC IT & Services den Sparkassen und deren Kunden im Geschäftsgebiet der Provinzial eine digitale Versicherungsplattform zur Verfügung gestellt werden, die binnen fünf Jahren rund eine Million Kunden binden und so bis zu 100 Millionen in den nächsten fünf bis sieben Jahren für JDC bedeuten könnte.

Eine einzige Schnittstelle für Kunden und Berater

Die in Deutschland führende Multibanking-App Finanzguru ist inzwischen auch Plattform-Kunde, berichtete JDC. Damit biete Finanzguru künftig auch Verwaltung und Abschluss von Versicherungen an. „Der Gewinn namhafter Plattformkunden aus allen Bereichen zeigt, dass die JDC-Plattformtechnologie Maßstäbe in der Abwicklung und Verwaltung von Versicherungsverträgen und -daten setzt“, betont JDC-Vorstand Stefan Bachmann, der die Digitalisierungsstrategie verantwortet und zuvor bei Google Deutschland die Fintech-Vertriebsberatung leitete.

Die volldigitale Plattform biete die Standardisierung von Daten, Übertragung von Beständen, Vertragsverwaltung, Vergleichsrechner, die Datenaufbereitung für Vermittler- und Endkunden. Insgesamt seien 60 Millionen Euro investiert worden, berichtete Bachmann. Nur bei JDC gebe es eine umfassende digitale Verzahnung aller Systeme und Prozesse. „Alle Aktivitäten und Daten aus der App sind live auch direkt beim Berater im CRM/MVP zu sehen“, sagte Bachmann. Alles funktioniere damit für den Makler mit einer einzigen Schnittstelle, wobei die Live-Ansicht für den Kunden und den Berater auf der Plattform integriert sei. „Das kann kein anderer in dieser Breite bieten“, ist sich Bachmann sicher.

In der aktuell enorm wichtigen Videoberatung könne der Kunde ohne Systembrüche hinzugeschaltet werden. Der Makler könne aus dem MVP abspringen und eine direkte Verbindung zur e-Signatur für den Vertragsabschluss im Beratungsgespräch erreichen. Datenanzeige und Übertragung ins CRM inklusive Kundendaten und Dokumentation runden den effizienten Vertriebsprozess ab.

Warum sich JDC für Makler interessant hält

Die wichtigsten drei Gründe für Versicherungsmakler, mit JDC zu kooperieren, fasste Grabmeier auf Nachfrage von procontra wie folgt zusammen:

  • Bei dem voll integrierten System liegen alle Produktarten, Kundenverwaltung, Abwicklung und Service, Provisionsabrechnung und Produktvergleiche auf einer Plattform,
  • Endkunden-Frontend bietet in dieser Art sonst keiner (Kunden wollen nur eine Plattform, die alle Finanzverträge beinhaltet),
  • JDC sei ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen mit hoher Qualität der Datenverarbeitung und Prozesse.

„Langfristig wollen wir JDC zur führenden Versicherungsplattform in Europa entwickeln”, blickt Grabmeier auf die nächsten fünf bis sieben Jahre voraus. Bislang sieht er dort noch die Ecclesia-Gruppe, die 2020 auf rund 300 Millionen Euro Jahresumsatz kam. Deren Hauptkunden sind Kirchen und kirchliche Einrichtungen, Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege, Krankenhäuser, Universitätskliniken, Rehakliniken, Altenpflegeeinrichtungen und sonstige Einrichtungen des Gesundheitswesens, aber auch die Industrie.

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JDC glaubt, für Makler interessant zu sein