Go east: Wefox greift in Polen an

Martin Thaler Digital Berater

Nach der Schweiz expandiert der Berliner Versicherer nun auch nach Polen. Vermittler sollen hier in Zukunft die Kfz-Versicherung mit dem weltweit schnellsten Abschlussprozess anbieten können.

Warschau Bild: Pixabay/12019

In Polen vertreibt Wefox zukünftig Versicherungen für Haus und Auto. Bild: Pixabay/12019

Die Pläne des Berliner Insurtech Wefox sind ehrgeizig: Nachdem man im vergangenen Jahr einen Umsatz von mindestens 100 Millionen Euro angepeilt hatte, soll dieser in diesem Jahr auf 300 Millionen Euro anwachsen.  

Möglich machen soll den rasanten Umsatzanstieg auch die Expansion in weitere Märkte. Nach dem Markteintritt in der Schweiz legt das Unternehmen nun auch in Polen los, nachdem die aufsichtsrechtliche Genehmigung bereits im Januar erteilt worden war.  

Auf Plakaten, die eine junge Frau am Smartphone zeigen, wirbt das Berliner Unternehmen bereits für seine Policen. Diese umfassen zum Auftakt eine Versicherung rund ums Haus, die auch weitere Privat-Risiken wie beispielsweise Haftpflicht mit abdeckt, sowie eine Kfz-Versicherung. Diese biete polnischen Vermittlern den „schnellsten, rein digitalen Abschlussprozess weltweit“, versprechen die Berliner. So müssten Vermittler nur noch den Code aus den Fahrzeugpapieren einscannen und den jeweiligen Tarif auswählen.  

Der polnische Markt ist aus Sicht von Wefox attraktiv: So würden zum einen im Sachgeschäft mittlerweile Prämieneinnahmen von 10 Milliarden Euro im Jahr erzielt, das Wachstum sei zudem „dynamisch“. Darüber hinaus soll der polnische Markteintritt nur den ersten Schritt für eine Erschließung des zentraleuropäischen Marktes darstellen. „Wir sehen Polen auch als Sprungbrett in weitere zentraleuropäische Länder“, erklärte Alexander Huber, Chief Marketing Officer bei Wefox. Weitere Markteintritte sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.

Das nötige Kleingeld für seine Expansionspläne hatte Wefox im vergangenen Jahr eingesammelt. Presseberichten zufolge hat das Unternehmen im vergangenen September weitere 100 Millionen Euro von Investoren bekommen.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare