Fondsgebundene Rentenversicherung: Flexibilität ist Trumpf

Fondspolicen Versicherungen Berater Top News von René Weihrauch

FRV-Policen bieten heutzutage ein Höchstmaß an Auswahl- und Gestaltungsmöglichkeiten – nur ist das bei vielen Kunden noch nicht angekommen.

Fondspolicen bieten mittlerweile den Kunden ein hohes Maß an Flexibilität. Bild: Adobe Stock/Nuthawut

Fondspolicen bieten mittlerweile den Kunden ein hohes Maß an Flexibilität. Bild: Adobe Stock/Nuthawut

Mangelnde Flexibilität gehört zu den hartnäckigsten Vorurteilen über fondsgebundene Rentenversicherungen (FRV). Wie bei anderen Kritikpunkten mag dies in der Vergangenheit ein berechtigter Kritikpunkt gewesen sein. Inzwischen haben sich die Versicherer allerdings sehr stark auf den Wunsch nach flexibler Vertragsgestaltung eingestellt. Mit diesen Hinweisen können Makler Kunden davon überzeugen, dass ihre Befürchtungen unberechtigt sind.

+ Beitragshöhe:

Fast alle Verträge sehen heutzutage die Möglichkeit vor, monatliche Beiträge nach oben oder nach unten anzupassen, wenn sich die wirtschaftliche Lage des Versicherten ändert.

+ Zuzahlungen/Entnahmen:

Meist ist beides während der gesamten Laufzeit des Vertrags möglich. Für Entnahmen gibt es häufig eine Mindestsumme von einigen hundert Euro, außerplanmäßige Zuzahlungen sind bis zu sechsstelligen Summen möglich.

Für die FRV stehen inzwischen hunderte an aktiven und passiven Fonds zur Auswahl. Neben gemanagten Portfolios gehören auch kostengünstige ETFs dazu, ebenso Einzelfonds für individuelle Depots. Auch die Zahl der Fonds, die sich an Nachhaltigkeitskriterien orientieren, wächst seit einigen Jahren ständig.

+ Fondswechsel:

Sollten sich Fonds nicht wie gewünscht entwickeln, ist eine steuer- und kostenfreie Umschichtung möglich. Manche Versicherer begrenzen dies auf bestimmte Zeiträume, zum Beispiel einmal im Monat. Versicherte können die Entwicklung an den Finanzmärkten selbst im Auge behalten und bei Bedarf entsprechende Umschichtungen vornehmen oder eine Rentenversicherung mit aktivem Fondsmanagement wählen, das ihnen diese Aufgabe abnimmt. Gegen Ende der Laufzeit greift ohnehin das meist kostenlose Ablaufmanagement, in dessen Verlauf die Fondsentwicklung regelmäßig bewertet und gegebenenfalls angepasst wird.

+ Kündigung/Beitragsfreistellung/Beitragsaussetzung:

Eine fondsgebundene Rentenversicherung kann im Notfall auch gekündigt werden. Allerdings raten alle Experten davon ab, da der Versicherte dadurch in der Regel Geld verliert. Eine Alternative liegt in der Beitragsfreistellung. Dabei bleibt der Versicherungsschutz erhalten, ohne dass weiter Beiträge gezahlt werden. Berater sollten ihre Kunden aber darüber aufklären, dass eine spätere Wiederaufnahme der Beitragszahlungen nur mit Zustimmung des Versicherers möglich ist.

Manche Unternehmen bieten auch befristete Beitragspausen an. Außerdem besteht oft die Möglichkeit, als Zusatzschutz eine Beitragsfreiheit bei Berufs- und Dienstunfähigkeit zu vereinbaren. In diesem Fall übernimmt dann der Versicherer die Beiträge. Alternativen zur Kündigung gibt es also einige.

+ Rentenbeginn:

Auch der Eintritt in die Rentenphase kann inzwischen sehr flexibel gestaltet, will heißen: um mehrere Jahre vorgezogen oder nach hinten verschoben werden. Der Bezug von Teilrenten ist ebenso möglich, wie ein sogenannter investmentorientierter Rentenbezug. Hierbei wird während der Rentenphase ein Teil des angesparten Kapitals weiter in Investmentfonds investiert. So schöpft der Versicherte weitere Kapitalerträge.

+ Auszahlung:

Zu guter Letzt bieten fondsgebundene Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht die Möglichkeit zwischen einer Einmalauszahlung und einer lebenslangen Leibrente zu wählen. Das ist zum Beispiel ein entscheidender Vorteil im Vergleich zu Fondssparplänen – woraus sich wiederum erhebliche Steuervorteile ergeben.

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